Zum Hauptinhalt springen

Galaxy-Smartphones bescheren Samsung dicken Gewinn

Samsung übertrifft mit einer Gewinnsteigerung um 76 Prozent die Erwartungen der Analysten. Die Apple-Bilanz hingegen belastet die Asien-Börse.

Weltweit grösster Hersteller von Smartphones: Samsung. (Archivbild)
Weltweit grösster Hersteller von Smartphones: Samsung. (Archivbild)
Keystone

Dank des reissenden Absatzes seiner Galaxy-Smartphones hat der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung seinen Gewinn im vierten Quartal um 76 Prozent auf 7,04 Billionen Won gesteigert. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten, die einen Gewinn von 6,95 Billionen Won erwartet hatten.

Zudem stieg der Umsatz von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 56,06 Billionen Won, wie der Konzern mitteilte. Dennoch büsste die Samsung-Aktie nach Vorlage der Zahlen zeitweise bis zu drei Prozent.

Allein in der Sparte für Smartphones und Tablet-Computer habe sich der Profit mehr als verdoppelt, hiess es weiter. Samsung ist derzeit der grösste Hersteller von Smartphones, Speichermedien und Fernsehgeräten weltweit. 2011 hatte der Konzern erstmals die Konkurrenten Apple und Nokia beim Absatz von Mobiltelefonen überholt.

Schätzungen von Analysten zufolge verkaufte Samsung im vierten Quartal 2012 mehr als 60 Millionen Smartphones, darunter die beliebten Modelle Galaxy S III und Galaxy Note II. Der kalifornische Rivale Apple hatte im gleichen Zeitraum 47,8 Millionen seiner iPhones abgesetzt.

Beide Konzerne liefern sich seit einiger Zeit einen weltweiten juristischen Schlagabtausch im Ringen um die Vorherrschaft auf dem Smartphone-Markt. Apple wirft Samsung dabei vor, das iPhone kopiert zu haben. Zugleich versucht auch Samsung, Apple juristisch wegen mutmasslicher Verstösse gegen das Patentrecht zu belangen.

Für das laufende Quartal rechnet Samsung mit einem Rückgang der Einnahmen. Grund dafür sei die saisonal schwächere Nachfrage nach Elektronikgeräten. Zu schaffen macht Samsung auch der derzeit starke südkoreanische Won: Die Stärke der Landeswährung dürfte den operativen Gewinn 2013 um mehr als drei Billionen Won schmälern, teilte Samsung mit.

Schwächerer Yen

Ein schwächerer Yen hat der Börse in Tokio zum Wochenschluss Auftrieb gegeben. Zu den Kursgewinnen trugen Analysten zufolge ausserdem Erwartungen bei, dass wegen der Yen-Schwäche die Prognosen vieler Unternehmen für das im April beginnende Geschäftsjahr positiv ausfallen dürften.

«Wir können uns in den nächsten Monaten auf weitere gute Nachrichten sowohl vom Heimatmarkt als auch von der Weltwirtschaft freuen», sagte Nobuhiko Kuramochi, Marktstratege bei Mizuho Securities. An anderen wichtigen Märkten ging es dagegen bergab. Die Apple-Bilanz wirkte nach und belastete vor allem Technologietitel.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 2,9 Prozent höher bei 10'926 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 2,2 Prozent auf 917 Zähler. Damit schloss der Nikkei die elfte Woche in Folge mit Zuschlägen. Nach Reuters-Daten ist dies die längste Gewinnstrecke, die der Nikkei auf Wochensicht jemals verzeichnete.

Grund für den Optimismus war der weitere Wertverlust der japanischen Währung. Der Yen hat seit Mitte November deutlich an Wert eingebüsst. Die neue Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe übt massiven Druck auf die Zentralbank des Landes aus, um mit Konjunkturstimuli für eine Abwertung des Yen zu sorgen.

Enttäuschung über Apple

Vom schwächeren Yen profitiert vor allem die Exportwirtschaft. So verbuchten denn auch Unternehmen wie Panasonic, Toshiba oder Nissan die höchsten Gewinne von teilweise bis zu fünf Prozent. Zum Kursanstieg bei Toyota trug zudem eine Kooperation mit BMW bei. Die beiden Autobauer machen bei der Entwicklung alternativer Autoantriebe und Leichtbau-Technologie gemeinsame Sache.

An weiteren Märkten in Fernost gab es hingegen Verluste. Vor allem in technologiestarken Ländern wie Taiwan und Südkorea gingen die Kurse nach unten. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verzeichnete ein Minus von 0,5 Prozent.

Hier wirkte die Enttäuschung über den Apple-Jahresabschluss nach. Zudem tritt der südkoreanische Elektronikriese Samsung auf die Investitionsbremse. Der Konzern spürt eine Verlangsamung des Wachstums im Smartphone-Markt und eine abflauende Nachfrage nach Computerchips.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch