Führungswechsel bei der Mobiliar

Die Berner Versicherungsgruppe erhält einen neuen Präsidenten und einen neuen Chef – oder eine neue Chefin.

Urs Berger (links) tritt im Frühling 2022 als Verwaltungsratspräsident der Mobiliar zurück. Sein designierter Nachfolger heisst Markus Hongler.

Urs Berger (links) tritt im Frühling 2022 als Verwaltungsratspräsident der Mobiliar zurück. Sein designierter Nachfolger heisst Markus Hongler.

(Bild: Markus Grunder)

Bei einem der grössten Arbeitgeber in Bern kommt es zu einem doppelten Führungswechsel. Bei der Mobiliar wird Urs Berger (68) im Frühling 2022 das Präsidium des Verwaltungsrats abgeben. Nachrücken soll der heutige Chef Markus Hongler (62).

Der Wechsel vom Chefposten auf den VR-Präsidentensitz wiederholt sich damit: Schon Berger war zuerst ab 2003 Chef der Mobiliar, ehe er 2011 das Präsidium des Verwaltungsrats übernahm. Er wird bei seinem Rücktritt 71 Jahre alt sein. Wie Berger ist auch Hongler seit über 40 Jahren für die Schweizer Versicherungsbranche im In- und Ausland tätig.

Hongler tritt Anfang 2021 vom CEO-Posten zurück. Der Verwaltungsrat will dann laut Communiqué der Delegiertenversammlung vom Mai 2021 beantragen, Hongler in den Verwaltungsrat zu wählen. Nach einem Jahr soll er das Präsidium übernehmen. Diese Übergangsphase ist nötig, um etwas Abstand zur operativen Leitung zu erhalten.

Auf denselben Zeitpunkt soll er in den Verwaltungsrat der Schweizerischen Mobiliar Holding AG gewählt werden. Anschliessend ist vorgesehen, dass Markus Hongler – nach einer Cooling-Off-Periode von gut einem Jahr – das Verwaltungsratspräsidium der beiden Gremien übernimmt.

Die Suche nach einem neuen Chef läuft: «Mit der frühzeitigen Ankündigung meines Rücktritts schaffe ich Transparenz, damit sich der Verwaltungsrat um eine geeignete Nachfolge kümmern kann», sagt Hongler.

Zu den aussichtsreichsten internen Kandidaten für den Chefposten zählen Thomas Trachsler, operativer Chef (COO) der Gruppe, und Michèle Rodoni, die Leiterin des Markt Managements. Der Verwaltungsrat wird aber auch externe Kandidaten prüfen und arbeitet hierfür wie üblich mit externen Experten zusammen.

jw/sda

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