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Euphorie in Deutschland: «Wir erleben einen Aufschwung XL»

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland um 4,1 Prozent gestiegen. Der Wirtschaftsminister zeigte sich mehr als erfreut.

Brummt: Deutsche Wirtschaft (hier die Thyssen-Krupp-Werke in Duisburg.
Brummt: Deutsche Wirtschaft (hier die Thyssen-Krupp-Werke in Duisburg.

Wie das Statistische Bundesamt am Freitag meldete, stieg das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2010 preisbereinigt um 4,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2010 war es mit 2,2 Prozent sogar der höchste Zuwachs im direkten Quartalsvergleich seit der Wiedervereinigung, wie Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hervorhob.

«Die deutsche Wirtschaft holt rasant auf», kommentierten auch die Statistiker aus Wiesbaden. Nach ihren Angaben betrug das Wachstum auch im kalenderbereinigten Vorjahresvergleich noch immer 3,7 Prozent.

Dynamik der Investitionen

Positive Impulse kamen den Angaben zufolge sowohl aus dem Inland als auch dem Ausland. Die Dynamik der Investitionen und des Aussenhandels hätten dabei den grössten Anteil am Aufschwung. Aber auch die privaten und staatlichen Konsumausgaben haben laut Statistischem Bundesamt zum Wachstum beigetragen.

Auch der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2010 wurde nachträglich noch auf 0,5 Prozent nach oben korrigiert. «Der zum Jahreswechsel 2009/2010 ins Stocken geratene Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet», heisst es in der Mitteilung aus Wiesbaden. Brüderle erklärte in Berlin: «Die Erholung der deutschen Wirtschaft hat sich als weitaus kräftiger erwiesen, als dies noch vor kurzer Zeit von vielen für möglich gehalten wurde.»

Mehr als zwei Prozent

Zwar könne man nicht von einem Wachstumswunder sprechen. «Aber wir erleben derzeit einen Aufschwung XL», fügte der FDP-Politiker hinzu. Die Wirtschaft wachse stärker als in jedem anderen Quartal seit der deutschen Vereinigung vor 20 Jahren.

Zusammen mit dem nach oben revidierten Wachstum für die Vorquartale lasse die Dynamik des zweiten Quartals ein Wachstum von weit über zwei Prozent für 2010 in den Bereich des Möglichen rücken, fügte Brüderle hinzu. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht von Ende Januar hatte die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt 2010 lediglich einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent prognostiziert.

dapd/sam

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