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Ems zahlt Sonderdividende an Blocher und die übrigen Aktionäre

Der Spezialchemiekonzern Ems hat im 2010 einen Rekordumsatz erwirtschaftet und mehr Gewinn als im Vorjahr erzielt. Die Gruppe steigerte den Umsatz um ein Drittel auf knapp 1,6 Milliarden Franken.

pbe
Präsentierte heute in Zürich gute Ems-Zahlen: Konzernchefin Magdalena Martullo-Blocher.
Präsentierte heute in Zürich gute Ems-Zahlen: Konzernchefin Magdalena Martullo-Blocher.
Keystone

Im vergangenen Jahr erzielte der Spezialchemiekonzern Ems 232 Millionen Franken ein. Das sind 4,9 Prozent mehr als 2009. Operativ steigerte sich das Ergebnis um 27 Prozent auf 282 Millionen Franken. Auch das sei ein Rekord, sagte Konzernchefin Magdalena Martullo am Freitag in Zürich. Die Tochter von Unternehmer, SVP-Politiker und Alt-Bundesrat Christoph Blocher führt die Gruppe seit 2004.

Sonderdividende von 6 Franken

Die Aktionäre profitieren von einer Dividende von 6,50 Franken je Aktie, plus einer Sonderdividende von 6 Franken, weil das Unternehmen sein 75-Jahr-Jubiläum feiert. Vor einem Jahr hatten die Aktionäre 5 Franken Dividende und 5 Franken Sonderdividende erhalten.

Von den insgesamt 12,50 Franken Dividende profitiert unter anderem die Familie Blocher, die über ihre Beteiligungsgesellschaft Emesta die Mehrheit an Ems hält und bald über 60 Prozent der Anteile kontrollieren wird. An der Börse schloss der Ems-Titel zum Wochenschluss mit 166,5 Franken, 4,1 Prozent höher als am Vorabend.

Margen unter Druck

In ihrem Kerngeschäft kamen der Ems-Gruppe die weltweit um 33 Prozent angestiegenen Verkäufe der Autoindustrie zugute, die sie mit ihren Produkten beliefert. Auch bei anderen Branchen, vor allem bei Synthetik-Komponenten, konnte Ems laut Martullo am weltwirtschaftlichen Aufschwung teilhaben.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass im Zuge der wachsenden Dynamik der Konjunktur die Rohstoffpreise anziehen. Das Niveau sei bereits über dem Niveau von 2008, als die jüngste Finanzkrise auf das Weltwirtschaftssystem übergriff, sagte Martullo.

Ems sitzt am kürzeren Hebel

Unter andrem bekomme Ems die Rohstoffpreise zu spüren, weil die grossen Autobauer mit Jahrestarifen arbeiteten. Ems sitze dann am kürzeren Hebel: «Gegenüber Riesen wie VW und Toyota sind wir ein kleiner Fisch», sagte die Konzernchefin, die auch Vizepräsidentin des Verwaltungsrates ist.

Auch die Aufwertung des Frankens beschäftigt den Konzern. Um den Margendruck zu lindern, verbesserte Ems seine Effizienz. Die einzelnen Geschäftssparten werden auf ihre Rentabilität überprüft. Daneben investiert die Gruppe weiter kräftig in China, baut aber auch die Produktionskapazitäten in der Schweiz aus.

(SDA)

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