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Die Mobiliar bricht mit einem Tabu

Erstmals wird die 1826 gegründete Berner Versicherungsgruppe im Ausland aktiv. Die Mobiliar gründet ein Unternehmen mit Sitz in Dublin.

Der Hauptsitz der Mobiliar an der Bundesgasse in Bern.
Der Hauptsitz der Mobiliar an der Bundesgasse in Bern.
Keystone

Die Mobiliar will in der EU im Geschäft mit sogenannten Add-on-Versicherungen mitmischen. Denn solch spezifische Versicherungen würden mit der fortschreitenden Digitalisierung vermehrt gesucht.

Mit einer Add-on-Versicherung können sich Kunden beispielsweise gegen die Folgen einer Verspätung einer einzelnen Reiseverbindung absichern, wie die Mobiliar in einem Communiqué erklärt. Die neuen Versicherungen sollen aber nicht unter der Marke Mobiliar vertrieben werden, sondern mit dem Label von Partnerunternehmen.

Um ihre IT-Systeme zu erneuern, investiert die Gruppe gemäss früheren Angaben eine Milliarde Franken und schafft 150 neue Stellen, hauptsächlich in Bern. In Dublin solle im laufenden Jahr ein Team mit 20 bis 40 Mitarbeitenden aufgebaut werden, hiess es auf Anfrage. Als Chef der neuen Tochtergesellschaft ist Matthias Naumann vorgesehen, ein langjähriger Senior Partner beim Beratungsunternehmen Boston Consulting Group.

Der Sitz des Unternehmens müsse im EU-Raum sein, weil es diesen Markt bearbeiten wolle und dies mit einer Schweizer Lizenz nicht gehe, hiess es weiter. Das Geschäft mit Add-on-Versicherungen sei stark volumengetrieben, weshalb sich die Mobiliar für den EU-Raum mit einer halben Milliarde Konsumentinnen und Konsumenten entschieden habe. Dieser Markt verfüge über die kritische Grösse für dieses Geschäftsmodell, im Gegensatz zum Schweizer Markt.

Auf die Frage, welche Rolle die tiefen Steuern in Irland spielen, erklärte ein Unternehmenssprecher, für die Standortwahl ausschlaggebend seien die stabile politische Situation, die in grenzübergreifenden Geschäften erfahrene, englischsprachige Regulierungsbehörde sowie die hochqualifizierten Arbeitskräfte.

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