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Der tragbare Computer, dein Freund und Verräter

Den sogenannten Wearables wird eine glänzende Zukunft prophezeit. Neben viel Nützlichem für ihre Anwender bergen sie aber auch die Gefahr einer umfassenden Überwachung in so vielen Bereichen wie noch nie.

Google-Gründer Sergey Brin (l) betrachtet gemeinsam mit der Designerin Diane von Furstenberg durch die Google-Brille die Sommerkollektion an der New York Fashion Week.
Google-Gründer Sergey Brin (l) betrachtet gemeinsam mit der Designerin Diane von Furstenberg durch die Google-Brille die Sommerkollektion an der New York Fashion Week.
Carlo Allegri, Reuters
Selbst für Haustiere gibt es bereits tragbare Computer, die diese rund um die Uhr überwachen.
Selbst für Haustiere gibt es bereits tragbare Computer, die diese rund um die Uhr überwachen.
Steve Marcus, Reuters
Fast 60 Prozent antworteten in einer Umfrage, sie würden die Geräte fast die ganze Zeit hindurch nutzen.
Fast 60 Prozent antworteten in einer Umfrage, sie würden die Geräte fast die ganze Zeit hindurch nutzen.
Morgan Stanley Research
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Tragbare Computer, sogenannte Wearables werden alle Entwicklungen in den Schatten stellen, die sich beim rasanten IT-Wachstum bisher gezeigt haben. Davon sind die Ökonomen von Morgan Stanley gemäss einer neuen umfassenden Studie überzeugt. Sie schätzen das durchschnittliche jährliche Wachstum der Verkäufe solcher Geräte für die Zeit zwischen 2013 bis 2017 auf 154 Prozent. 2013 wurden 6 Millionen Einheiten verkauft, im Jahr 2017 sollen es bereits 248 Millionen sein. Damit würden die Zuwachsraten die damals ebenfalls eindrucksvollen der Smartphones in den ersten fünf Jahren deutlich in den Schatten stellen. Die tragbaren Computer kommen in verschiedenen Geräten daher: in Uhren (zum Beispiel Apple Watch), Brillen (Google Glass), Armbändern, Kopfhörern, Helmaufsätzen und Bestandteilen von Kleidern. Wie die Ökonomen von Morgan Stanley schreiben, besteht der entscheidende Unterschied dieser Geräte nicht in ihrer geringeren Grösse oder in ihrer einfacheren Benutzung, sondern in ihrer «andauernden Identität» («persistent identity»). Das bedeutet, dass diese Kleincomputer ohne Unterbruch mit dieser Person verbunden sind und mit ihr kommunizieren können. Sie können von ihr fortlaufend alles messen und registrieren, zu was sie programmiert sind. Diese Daten werden über gezielte Eingaben, Rückgriffe auf andere Datenbestände, wie etwa auf das Konto bei Zahlungen, aber auch durch eingebaute Sensoren erhoben, die die Befindlichkeit und eine ganze Reihe weiterer gesundheitsrelevanter Daten messen.

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