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Der Angriff auf Boeing und Airbus

An der wichtigsten Flugmesse Europas wird jetzt wieder um Aufträge gebuhlt. Boeing und Airbus sind klar die Leader in Farnborough. Doch kleine Konkurrenten bedrängen das Duo immer stärker.

Verkaufsrenner von Boeing ist aber bislang eher die 777. Emirates hat an der Messe in Farnborough bereits 30 Stück davon geordert.
Verkaufsrenner von Boeing ist aber bislang eher die 777. Emirates hat an der Messe in Farnborough bereits 30 Stück davon geordert.
Reuters
Spektakulär: Die Flugzeuge fliegen bei den Flugvorführungen teilweise sehr nah über den Köpfen der Zuschauer.
Spektakulär: Die Flugzeuge fliegen bei den Flugvorführungen teilweise sehr nah über den Köpfen der Zuschauer.
Keystone
Futuristisch: Die unbemannte Boeing X-45 Phantom Ray, die es im kleinen englischen Städtchen zu bestaunen gibt.
Futuristisch: Die unbemannte Boeing X-45 Phantom Ray, die es im kleinen englischen Städtchen zu bestaunen gibt.
Reuters
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Für die Branche ist Farnborough der Lackmustest: In dieser britischen Kleinstadt südwestlich von London zeigen dieser Tage über 1000 Aussteller aus 38 Ländern und von allen Kontinenten, was sie in Sachen Luftfahrttechnologie zu bieten haben. Sichern sie viele Aufträge, ist es ein Zeichen für eine nachhaltige Erholung in der Flugindustrie. Denn die «Farnborough Air Show 2010» ist die grösste Luftfahrtmesse Europas und eine der wichtigsten der Welt.

Analysten erwarten für dieses Jahr eine bessere Stimmung als 2009, wo die Messe im französischen Le Bourget stattgefunden hatte. Eines ist jedoch allen klar: So viel wie 2008 wird es heuer nie werden. Damals konnten die Hersteller Aufträge für 88,7 Milliarden Dollar an Land ziehen. Die internationale Luftfahrtorganisation Iata erwartet für 2010 insgesamt Gewinne von 2,5 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte noch ein gigantisches Minus von 9,4 Milliarden resultiert. Luftfahrtexperten glauben, dass die Erholung vor allem von Asien und Nordamerika zu spüren sein wird.

Erster Grosserfolg für Boeing

Wie immer gilt das Hauptaugenmerk den beiden Erzrivalen Boeing und Airbus. In Farnborough brüsten sie sich jeweils damit, wie viele Aufträge sie an land gezogen haben. Der amerikanische Flugzeugbauer kann einem Zeitungsbericht zufolge bereits einen Grossauftrag verzeichnen. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, dass der Konzern am Montagin Farnborough den Verkauf von 30 Maschinen des Typs Boeing 777 an Emirates verkünden wolle.

Doch das Dupol kommt langsam ins Wanken, so beobachten Experten. Dies gilt besonders für den Markt der kleinere Jets. Boeing und Airbus stellen mit ihren Vorzeigeprojekten 737 und A320 zusammen mehr als zwei Drittel aller Maschinen in diesem Bereich her und sie vereinigen gemäss der Nachrichtenagentur AP über 40 Prozent des Umsatzes auf sich. Doch nun drängen kleiner Rivalen immer vehementer in dieses Geschäft. Dazu gehören etwa die kanadische Bombardier, die brasilianische Embraer und die russische Irkut.

Interesse wie schon lange nicht mehr

Die Zuschauer erwarten in Farnborough eine Reihe von Exklusivitäten: So ist bereits heute Sonntag mit der Boeing 787 eines der Highlights der diesjährigen Air Show in Farnborough gelandet. Der Dreamliner ist erstmals ausserhalb Europas zu sehen. Auch die Flugvorführungen bieten einiges. Das militärische Transportflugzeug A400M aus dem Hause Airbus wird in Aktion gezeigt werden, der russische Sukhoi SuperJet 100 und die von Viking Air neu aufgelegte Twin Otter 400 als Neuheiten. Auch der Airbus 380 wird täglich zu sehen sein und die US Air Force plant, die B-52 in der Luft zu präsentieren. Bei den Kampfflugzeugen werden die Lockheed Martin F-22 , die Boeing F/A-18, die Lockheed Martin F-16 und der Eurofighter Typhoon bei Flugvorführungen zu bestaunen sein.

Für besonderes Aufsehen dürften auch verschiedenste unbemannte Aufklärungsfluggeräte, sogenannte Drohnen, die in der Luft vorgeführt werden, sorgen. Gemäss den Veranstaltern habe es schon lange nicht mehr ein derart interessantes Angebot an ausgestellten Flugzeugen gegeben.

(AFP)

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