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CS verkauft ETF-Geschäft an Blackrock

Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock übernimmt das Geschäft mit den börsennotierten Indexfonds der Credit Suisse. Bei Blockrock arbeitet auch der ehemalige Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand.

ETF-Geschäft verkauft: Ein Tram hält vor dem Credit-Suisse-Hauptsitz in Zürich. (20. November 2012)
ETF-Geschäft verkauft: Ein Tram hält vor dem Credit-Suisse-Hauptsitz in Zürich. (20. November 2012)
Keystone

Die Credit Suisse verkauft ihr Geschäft mit börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Funds, ETF) an Blackrock. Der Preis für die 58 Fonds mit verwalteten Vermögen von 16 Milliarden Franken wird nicht bekannt gegeben. Analysten erklärten, der Preis dürfte relativ gering sein, da es generell ein tiefmargiges und volumenabhängiges Geschäft sei. Es werde aber Eigenkapital freigesetzt.

Der Verkauf erfolge im Rahmen der im letzten Sommer angekündigten Massnahmen zur Stärkung der Bank, teilte die Credit Suisse am Donnerstag mit. Sie will in Zusammenarbeit mit Blackrock, die letztes Jahr Ex-Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand angeheuert hat, ein ETF-Investor bleiben und das Angebot für ihre Kunden erweitern.

Auswirkung auf Arbeitsplätze unklar

Ob und wie viele Mitarbeitende zu Blackrock wechseln, kann noch nicht gesagt werden, wie eine CS-Sprecherin erklärte. Derzeit beschäftigt Blackrock in Zürich und Genf gut 50 Mitarbeitende.

Die Transaktion soll bis Ende des zweiten Quartals 2013 abgeschlossen sein. Rund die Hälfte des betroffenen Fondsvolumens (8,2 Milliarden Franken) wird in neun Fonds mit Domizil in der Schweiz verwaltet, der Rest in Fonds mit Sitz in Irland und Luxemburg.

Grösse nötig

Die Credit Suisse hat das Geschäft mit börsengehandelten Fonds in den letzten elf Jahren selber aufgebaut. Es ist aber offenbar zu klein geblieben: Die Branche erfordere Grösse. Mit einen Marktanteil von 5,5 Prozent kam die CS im europäischen ETF-Geschäft laut dem Londoner Analysehaus ETFGI auf Platz vier. Blackrock erreicht mit seiner Marke iShares 41 Prozent.

«Wir sind überzeugt, dass Blackrock über eine ausgezeichnete Ausgangslage verfügt, um unser ETF-Geschäft langfristig und gewinnbringend weiterzuführen», schreibt die Bank. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat sich auch die Nummer zwei der Branche, State Street, für das Geschäft interessiert.

3,7 Billionen Dollar verwaltete Vermögen

Blackrock gilt als grösster Vermögensverwalter der Welt. Ende September beliefen sich die verwalteten Vermögen auf 3,7 Billionen Dollar. Im ETF-Geschäft werde das Angebot in der Region Europa, Mittlerer Osten und Asien (EMEA) nach der CS-Transaktion auf 264 Fonds mit einem Vermögen von 157,6 Milliarden Dollar zunehmen, teilte Blackrock mit.

Durch die kombinierte Plattform erhielten Schweizer Kunden Zugang zum «grössten europäischen ETF-Angebot» in den Kategorien Aktien, Obligationen und Gold, hiess es. Blackrock treibt damit die Branchenkonsolidierung voran. Allerdings müssen die zuständigen Aufsichtsbehörden den Deal noch genehmigen.

Auf Expansionskurs

Im ETF-Geschäft hatten die Amerikaner im vergangenen März bereits die kanadische Claymore Investments von Guggenheim Partners übernommen.

Blackrock-Chef Laurence Fink würde sich freuen, die Marktposition auch in der Schweiz weiter ausbauen und das Angebot erweitern zu können, wie er gemäss Communiqué erklärte. Im vergangenen Jahr hat die in New York ansässige Gruppe bereits die Swiss Re Equity Partners übernommen.

SDA/kle

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