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Chef der Stromer AG wechselt zur Konkurrentin Biketec

Das E-Bike Unternehmen «Biketec AG» erhält einen neuen Verkaufsleiter: Christian Müller, der bisher Chef der Konkurrenzfirma «Stromer AG» war, wird ab Juli als Verkaufsleiter bei Biketec tätig sein.

Christian Müller, ehemaliger Chef der «Stromer AG», wechselt im Juli zu «Biketec» als Verkaufsleiter.
Christian Müller, ehemaliger Chef der «Stromer AG», wechselt im Juli zu «Biketec» als Verkaufsleiter.
zvg

Königstransfer in der Berner Elektrobikeszenze: Christian Müller, der bisherige Chef der von Thomas Binggeli gegründeten Stromer AG, wechselt zum Konkurrenten Biketec mit Sitz in Huttwil. Er wird dort ab Juli Verkaufsleiter.

Bei der Biketec AG freut man sich über den Wechsel. So schreibt das Unternehmen, dass der 52-jährige Müller «über jahrelange Erfahrung und ein breites Netzwerk in der Fahrradbranche verfüge.»

Die Stromer AG mit Sitz in Oberwangen gehört heute zu BMC Group von Andy Rihs. Stromer-Gründer Thomas Binggeli hält 30 Prozent an der Gruppe, die er präsidiert. Die Firma ist seit längerem auf der Suche nach Partner in der Industrie- oder in der Technologiebranche, um das Geschäft weiterzuentwickeln.

Biketec will neue Märkte erobern

Biketec ist trotz eines schwierigen Marktumfeldes zuversichtlich. Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung will das Huttwiler Unternehmen neue Märkte erobern. Wachsen will Biketec nicht nur in den Hauptmärkten Schweiz, Deutschland und den Niederlanden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Neu stehen beispielsweise auch Italien oder Korea im Fokus. Generell will Biketec auch bei den Firmenkunden wachsen.

«Wir haben das Team rund um Forschung, Entwicklung und Design verdoppelt», wird der Technologiechef (CTO) Ivica Durdevic in der Mitteilung zitiert. Dementsprechend wolle Biketec den Markt mit Innovationen bereichern.

Auf diese Weise möchte das Unternehmen etwa auch die Ertragsausfälle kompensieren, die wegen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses entstanden sind. Aufgrund des Exportanteils von rund 75 Prozent habe der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) das Unternehmen stark getroffen, schreibt Biketec.

Der «Flyer«-Hersteller blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das Unternehmen hatte etwa aufgrund der Rekordnachfrage mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Demnach hätte Biketec im letzten Jahr ohne Lieferengpässe bis zu 30 Prozent mehr E-Bikes verkaufen können. Aufgrund der Lieferengpässe und der Umstrukturierungen sei letztes Jahr auch die Gewinnschwelle nicht erreicht worden, schreibt Biketec.

Start ins neue Jahr geglückt

Wegen der schwierigen Situation sah sich das Unternehmen gezwungen, die Preise im Euroraum um 10 Prozent zu erhöhen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Kein Thema sei hingegen ein Stellenabbau gewesen. Dafür wurde vorübergehend die Arbeitszeit von 42,5 auf 45 Stunden pro Woche erhöht.

Der Start ins Jahr 2015 ist aber nach Aussagen des Geschäftsführers Simon Lehman «trotz des Euro-Schocks» sehr gut geglückt. Die Vorbestellungen der Händler liegen demnach gut 15 Prozent über Vorjahr. Durch die Vorverschiebung des Produktionszyklus könne das Unternehmen zudem mittlerweile flexibler auf Marktbedürfnisse reagieren.

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