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Brüssels düstere Wirtschaftsprognose

Angesichts der hohen Rohstoffpreise und anhaltenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten hat die EU-Kommission ihre Konjunkturerwartungen für 2008 kräftig nach unten geschraubt.

Die Wirtschaft der Eurozone dürfte um 1,3 Prozent wachsen, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im April vorhergesagt, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Für die gesamte EU mit 27 Staaten erwartet die Behörde ein Wachstum von 1,4 Prozent, 0,6 Prozentpunkte weniger als zuvor.

Die Finanzkrise habe sich verschärft, der Ölpreis sich binnen eines Jahres verdoppelt und in einigen Ländern sei der Immobilienmarkt eingebrochen, erklärte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia.

Stagnation in Italien

Die weiteren Aussichten seien «ungewöhnlich unsicher». Die Weltwirtschaft stehe vor einer Abschwächung. «Jüngste Umfragen ergeben einen düsteren Ausblick für die Volkswirtschaften in der EU.» Die Energie- und Nahrungsmittelpreise trieben die Inflation im Gesamtjahr zwar weiter nach oben, doch sei hier angesichts des jüngsten Ölpreisrückgangs der Wendepunkte erreicht.

Deutschland kann sich der Kommission zufolge mit 1,8 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) noch auf dem bisher erwarteten Niveau halten. Doch in Frankreich und Grossbritannien sei nur noch rund ein Prozent Wachstum zu erwarten, während die Wirtschaft in Italien sogar stagniere.

SDA/cpm

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