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BEKB mit 130 Millionen Franken Gewinn

Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat 2014 trotz eines spürbar tieferen Zinserfolgs leicht mehr verdient. Der Gewinn nach Steuern stieg um 0,2 Prozent auf 130,4 Millionen Franken.

cla
Der Gewinn der BEKB ist um 0.2 Prozent gestiegen.
Der Gewinn der BEKB ist um 0.2 Prozent gestiegen.
Patric Spahni

An ihrer Bilanzmedienkonferenz gab die BEKB am Donnerstag in Bern bekannt, der Erfolg aus dem Zinsengeschäft sei um 7,7 Prozent auf 304,5 Millionen Franken gesunken. Dies vor allem, weil auslaufende Festhypotheken zu deutlich tieferen Zinssätzen verlängert wurden.

Die Bank vermochte das Kreditgeschäft zu steigern und auch die betreuten Vermögenswerte stiegen deutlich an. So erhöhten sich etwa die Hypothekarforderungen um 2,6 Prozent und die betreuten Vermögenswerte um 8,7 Prozent.

Obwohl die Erfolge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie aus dem Handelsgeschäft zulegten, fiel der Bruttogewinn der Bank um 17,5 Prozent auf 193,6 Millionen Franken. Das hat damit zu tun, dass die BEKB im Vorjahr mit dem Verkauf von Gold einen ausserordentlichen Ertrag von 31,6 Millionen Franken machte.

«Die BEKB hat angesichts des schwierigen Zinsumfelds ein gutes Ergebnis erzielt», sagte BEKB-Chef Hanspeter Rüfenacht. Die langfristig ausgerichtete Geschäftspolitik habe sich erneut bewährt. An der Generalversammlung vom Mai sollen die Aktionäre eine um 30 Rappen auf 5,80 Franken erhöhte Dividende bewilligen.

Bei ihrem langfristigen Ziel, zwischen 2013 und 2022 einen freien Cashflow von 900 Millionen bis 1,1 Milliarden Franken zu erzielen, sieht sich die BEKB mehr als auf Kurs: Der inzwischen erzielte Betrag von 284 Millionen Franken liege «über dem Zielbereich», so Rüfenacht.

Kosten gesenkt

Rüfenacht führte den guten Geschäftsgang der BEKB auch auf Anstrengungen auf der Ausgabenseite zurück. Die Bank senkte den Aufwand um 20,3 Millionen Franken oder 7,3 Prozent. Unter Ausklammerung einer ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse der BEKB im Vorjahr betrug allerdings der Aufwandrückgang 1,9 Prozent.

Die Refinanzierung und Liquidität der BEKB bezeichnete Rüfenacht als «überdurchschnittlich solide». Mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von 240 Prozent werde das gesetzliche Eigenmittelerfordernis deutlich übertroffen.

Die BEKB sieht auch keine Gefahr im Geschäft mit den Wohnbauhypotheken: Dass der Bundesrat Mitte letztes Jahr den sogenannten antizyklischen Kapitalpuffers in Kraft gesetzt habe, sei für die BEKB angesichts des grossen Eigenkapitals problemlos zu verkraften gewesen.

Dieser Puffer verpflichtet die Banken, ihre Hypotheken mit mehr Eigenkapital zu unterlegen. Der Satz stieg im Juni 2014 von einem auf zwei Prozent.

Die BEKB beabsichtigt derzeit nicht, Grosskunden Negativzinsen zu belasten. Sie selber müsse für ihre bei der Schweizerischen Nationalbank parkierten Gelder auch keine Negativzinsen ausrichten, sagte Rüfenacht. Diese Gelder befänden sich innerhalb der Freigrenze.

Personalabbau - aber ohne Entlassungen

Der BEKB-Chef geht davon aus, dass die anhaltende Tiefzinsphase weiterhin auf die Margen drücken wird. Die BEKB sehe zurzeit keine Trendwende bei den Zinsen. «Wir werden weiterhin nicht darum herum kommen, die Effizienz zu steigern», so Rüfenacht.

Die Bank will denn auch fortfahren, vereinzelt Geschäftsstellen zu schliessen und Personal abzubauen. Im laufenden Jahr hat die BEKB den Personalbestand um 34 auf 1137 Vollzeitstellen reduziert. Zu Entlassungen werde es aber nicht kommen, sagte Rüfenacht. Der Abbau sei mit der natürlichen Fluktuation zu bewältigen.

Auch die Anpassung der Kontoführungsgebühren («Zahlungslösungen»), welche die BEKB auf Anfang des laufenden Jahres vorgenommen hat, stellte Rüfenacht in einen Zusammenhang mit tieferen Zinsen und Margendruck. Für die BEKB gehe es darum, in Richtung verursachergerechte Gebühren zu gehen.

(SDA)

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