Zum Hauptinhalt springen

BEA Expo zufrieden mit 2010

Die Berner Messeunternehmen haben 2010 trotz den Bauarbeiten für die neue Messehalle ihren Umsatz gesteigert. Dieser lag mit 37,7 Millionen Franken um 14,6 Prozent über dem Wert des Vergleichsjahrs.

Die Bauarbeiten für die neue Messehalle laufen noch. Der Umsatz ist aber trotzdem gestiegen.
Die Bauarbeiten für die neue Messehalle laufen noch. Der Umsatz ist aber trotzdem gestiegen.
Urs Baumann

Die Steigerung geht nicht zuletzt auf den Zukauf von sechs Messen der WIGRA-Gruppe zurück, wie die BEA bern expo am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit betrug 2 Millionen Franken und lag leicht unter dem Vergleichswert von 2008.

Die Geschäftstätigkeit der Berner Messeunternehmen folgt historisch bedingt einem Zwei-Jahres-Zyklus. Demnach sind die Umsätze in geraden Jahren kleiner als in ungeraden. Aus diesem Grund vergleicht die BEA bern expo ihr letztjähriges Ergebnis mit den Zahlen von 2008.

Ausserordentliche Abschreibung

«Es war nicht einfach, 50 Millionen Franken zu verbauen und gleichzeitig die Geschäftstätigkeit aufrecht zu erhalten», sagte Nicolas Markwalder, Verwaltungsratspräsident der BEA bern expo AG, vor den Medien. Wegen des Baus der neuen Halle «NAHA 2» mussten nämlich auch gewisse Messen verschoben werden.

Trotz dieser baubedingten Erschwernisse sei das Jahr 2010 erfreulich gewesen, fügte Markwalder an. Man habe deshalb den guten Geschäftsgang genutzt, um eine ausserordentliche Abschreibung im Zusammenhang mit den übernommenen Messen der WIGRA-Gruppe vorzunehmen.

Konkret beschloss der Verwaltungsrat, Messerechte und Goodwill in der Höhe von rund 9,5 Millionen Franken abzuschreiben. Dadurch resultierte unter dem Strich für die Berner Messeunternehmen im vergangenen Jahr ein Verlust von 6,7 Millionen Franken.

«Wir konnten mit dieser buchhalterischen Massnahme den immateriellen Wert aus der Übernahme auf einen Schlag weitestgehend abschreiben», erklärte Markwalder. Er beschrieb den Vorgang als vorgezogene Bilanzbereinigung. Möglich sei dies nur dank einer «sehr gesunden Bilanz» gewesen.

«Wir haben ja keine Fabrik gekauft, sondern primär Marken- und Durchführungsrechte», erklärte er. Der damit verbundene Goodwill sei nun bewusst zum Voraus abgeschrieben worden.

Wachstum geplant

Für 2011 erwarten die Berner Messeunternehmen ein «starkes Jahr» mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung. Mitte April soll die neue Messehalle mit rund 10'000 Quadratmeter Fläche eröffnet werden. Der definitive Abschluss der Bauarbeiten ist für den Herbst vorgesehen.

Für das nächste gerade Jahr 2012 steht die Lancierung neuer Messen im Zentrum. Das sei wichtig, damit künftig auch die geraden Jahre stark seien und die Kurven in der Geschäftsentwicklung ausgeglichen werden könnten, sagte Roland Brand, Chef der BEA bern expo.

Allerdings dürfte das Geschäft 2012 wegen der Projektarbeiten, die noch zu bewältigen seien, eher verhalten ausfallen. In den Folgejahren wollen die Berner Messeunternehmen ihre Wachstums- und Entwicklungsstrategie aber fortführen.

SDA/js

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch