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Bauernopfer für den Euro

Hat Angela Merkel den Präsidenten der deutschen Bundesbank abgesägt, weil er nicht mehr in ihre Europapolitik passt?

Philipp Löpfe
Gilt als äusserst ehrgeizig: Axel Weber.
Gilt als äusserst ehrgeizig: Axel Weber.
Keystone

Der Präsident der deutschen Bundessbank, Axel Weber, ist die Verkörperung deutscher Disziplin. Um die Inflation zu bekämpfen und das Staatsbudget auszugleichen, sind ihm alle Mittel recht, auch höhere Arbeitslosigkeit und tiefere Löhne. Weber gilt zudem als enger Freund der Bundeskanzlerin und wurde lange als aussichtsreichster Nachfolger von Jean-Claude Trichet als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) gehandelt. Der Anspruch ist an sich unbestritten. Nach einem Holländer und einem Franzosen wären die Deutschen eigentlich an der Reihe. Doch statt Weber gelten nun der Italiener Mario Draghi, der Luxemburger Yves Mersch und der Finne Erkki Liikanen als Kronfavoriten für den Topjob bei der EZB. Was ist hier schiefgelaufen?

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