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Auftragseinbruch: Tornos führt Kurzarbeit ein

Beim Drehmaschinen-Hersteller Tornos in Moutier ist der Auftragseingang eingebrochen.

Dunkle Wolken über Tornos.
Dunkle Wolken über Tornos.
Archiv/Franziska Scheidegger

Es ist eine Negativmeldung aus der Industrie, die aufhorchen lässt. Bei Tornos hat sich die Auftragslage derart verschlechtert, dass der Konzern aus Moutier die Einführung von Kurzarbeit vorbereitet. Tornos wird dem kantonalen Wirtschaftsamt Beco Kurzarbeit ab März beantragen, sofern sich die Auftragslage nicht doch noch verbessert.

Wie viele der 350 Beschäftigten in Kurzarbeit gehen und um wie viel die Pensen reduziert werden sollen, das steht laut Finanzchef Bruno Edelmann noch nicht fest. Die Angestellten und das Beco müssen dem Schritt zustimmen, dann erhalten die Betroffenen für eine bestimmte Zeit aus der Arbeitslosenkasse eine Entschädigung von 80 Prozent des Lohnausfalls.

Derzeit bekomme der Drehmaschinen-Hersteller die Verunsicherung in der Autoindustrie deutlich zu spüren, heisst es bei Tornos. Zahlreiche Investitionsprojekte aus dieser Branche seien gestoppt oder verschoben worden. Der Auftragseingang ist letztes Jahr um satte 44,7 Prozent auf 135,5 Millionen Franken gefallen.

Der Verkaufserlös sank um 4,4 Prozent auf 205,3 Millionen Franken. Unter dem Strich geht Tornos von schwarzen Zahlen aus, das Ergebnis wird aber deutlich unter den 15,3 Millionen Franken Gewinn im Jahr 2018 liegen. Den Jahresabschluss publiziert Tornos am 9. März.

Branche im Abwärtstrend

Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie befindet sich im Abwärtstrend. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Swissmem haben die Auftragseingänge in den ersten neun Monaten 2019 um 13 Prozent abgenommen. Für die exportorientierte Branche verschlechterte sich das Umfeld zuletzt weiter, weil der Franken wieder stärker wurde.

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