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Apple-Aktie gibt um zehn Prozent nach

Ende letzten Jahres hat der Technologieriese so viele iPhones und iPads verkauft wie noch nie. Apple erwirtschaftet damit einen Umsatz von 54,5 Milliarden Dollar. Doch der Gewinn stagniert. Analysten sind enttäuscht.

Apples Verkaufsschlager: Ein Apple-Store in San Francisco wirbt für das iPhone 5.
Apples Verkaufsschlager: Ein Apple-Store in San Francisco wirbt für das iPhone 5.
Reuters

Der US-Technologiekonzern Apple hat im vierten Quartal 2012 so viele iPhones und iPads wie niemals zuvor verkauft. Allein die Smartphone-Verkäufe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 37 auf 47,8 Millionen, wie Apple mitteilt.

Die Tablet-Verkäufe nahmen von 15,4 auf 22,9 Millionen zu. Dank der Rekordverkäufe konnte Apple auch einen Rekordumsatz erzielen: Er stieg um 18 Prozent auf 54,5 Milliarden Dollar. Dem standen allerdings höhere Entwicklungs-, Fertigungs- und Marketingkosten für zahlreiche neue Produkte gegenüber. Dadurch stagnierte der Gewinn beim bisherigen Rekordwert von 13,1 Milliarden Dollar.

Börsenkurs fällt

Apple hatte pünktlich zum Weihnachtsgeschäft die bisher grösste und wohl auch teuerste Produktoffensive gestartet: So brachten die Kalifornier die vierte iPad-Generation und erstmals auch eine Miniversion des Tablet-Computers heraus. Kurz davor hatte Apple das iPhone 5 vorgestellt mit einem grösseren Bildschirm als die Vorgänger. Der Wert der Aktie des US-Technologieriesen gab im nachbörslichen Handel um 9,8 Prozent nach und notierte bei 463,49 Dollar (348 Euro).

Im vergangenen September hatte der Kurs der Apple-Aktie wenige Tage vor dem Verkaufsstart des neuesten iPhones die 700-Dollar-Marke geknackt. Seitdem lässt der Aktienwert aber stetig nach. Manche Analysten hatten noch bessere Verkäufe erwartet. Zudem war ihnen die Prognose für das laufende Quartal zu zurückhaltend. Apple erwartet einen Umsatz zwischen 41 und 43 Milliarden Dollar.

Weniger Macs und iPods verkauft

Schon vor der Zahlenvorlage hatten sich die skeptischen Stimmen geäussert, ob Apple nicht langsam die Grenzen seines Wachstums erreicht habe. Bei den Mac-Computern gab es tatsächlich einen Verkaufsrückgang von 5,2 auf 4,1 Millionen. Die Zahl der verkauften iPod-Musikspieler fiel weiter von 15,4 auf 12,7 Millionen.

«Wir vertrauen auf unsere kommenden Produkte», erklärte Konzernchef Tim Cook. Erwartet wird unter anderem ein billigeres iPhone. Auch um das Apple TV kreisen immer wieder Spekulationen. Apple sieht sich auf jeden Fall verstärkter Konkurrenz gegenüber.

Konkurrenz auf Augenhöhe

Als Hauptrivale hat sich Samsung mit seinen Galaxy-Smartphones auf Basis des Android-Betriebssystems herauskristallisiert. Zudem hatte Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 für PC, Tablets und Smartphones vorgestellt. Mit dem Surface hat der Software-Primus auch einen eigenen Tablet-Computer herausgebracht. Microsoft wird heute Bilanz ziehen.

Analysten warnten, ohne vollständig neue Produkte könne Apple seinen Wachstumskurs auf Dauer nicht durchhalten. «Sie können kein Wachstum erzielen, wenn sie nur neue Versionen von alten Produkten herausbringen», sagte der Präsident der Vermögensberatung SICA Wealth Management, Jeff Sica. «Das haben sie mit ihren Zahlen gezeigt.»

«Wir haben einiges in der Pipeline»

Die Analystin Sarah Rotman Epps vom Marktforschungsunternehmen Forrester Research sagte: «Apple ist enorm gewachsen und dieses Wachstumsniveau kann keine Firma durchhalten.»

Der Vorstandsvorsitzende von Apple, Tim Cook, zeigte sich hingegen zuversichtlich und kündigte eine Reihe neuer Produkte an. «Wir arbeiten an einigen unglaublichen Dingen», sagte er gestern in einer Konferenzschaltung mit Analysten. «Wir haben einiges in der Pipeline.»

sda/dapd/AFP/kpn/chk/mw

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