AEK Bank mit Rekordgewinn von 33 Millionen

Die AEK Bank 1826 konnte in ihrem 188.Geschäftsjahr den Rekordgewinn der beiden Vorjahre weitgehend halten. Der Bruttogewinn übertraf wiederum 33 Millionen Franken.

Trotz Negativzinsen der Nationalbank hofft AEK-Direktor Remo Häcki, dass der Bruttogewinn auch 2015 gehalten werden kann. (Archivbild)

Trotz Negativzinsen der Nationalbank hofft AEK-Direktor Remo Häcki, dass der Bruttogewinn auch 2015 gehalten werden kann. (Archivbild) Bild: Patric Spahni

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Das Umfeld war letztes Jahr auch für die AEK Bank 1826 mit Sitz in Thun garstig. Trotz laufend sinkender Zinsmarge und zunehmenden Ausgaben für Technologie, Regulation und Wachstum konnte die AEK Bank ihre Rekordgewinne aus den beiden Vorjahren praktisch halten. Der Bruttogewinn sank um 1,4 Prozent auf 33,3 Millionen Franken (vgl. Kasten Zahlen). Beim Umsatzvolumen konnte die AEK aber auch 2014 zulegen.

Die Bilanzsumme stieg um 4,8 Prozent auf 3,41 Milliarden Franken. Im Vorjahresvergleich stiegen auch die Ausleihungen um 3,5 Prozent auf 3,01 Milliarden Franken und die Kundengelder um 5,1 Prozent auf 2,54 Milliarden. Die bilanzierten Wertberichtigungen und Rückstellungen betragen 195,8 Millionen Franken.

Treue Kunden

«Ein Wachstum von dieser Qualität bedeutet für uns eine enorme Wertschätzung seitens unserer Kundinnen und Kunden», freute sich Remo L. Häcki, Direktor der AEK Bank, an der gestrigen Medienorientierung. Die Steigerung des Geschäftsvolumens sei für die AEK Bank eine Bestätigung ihrer Strategie.

Die Möglichkeiten des Internets hätten die Wichtigkeit von Empfehlungen weiter gesteigert. Empfehlungen von Kundinnen und Kunden erachtet die Bank als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Das überdurchschnittliche Wachstum der Ausleihungen und der Kundengelder nehme die Bank als Zeichen der Treue und als Beweis ihrer Verankerung zwischen Bern, Interlaken und Gstaad wahr.

Sinkende Zinsmarge

Trotz der weiterhin sinkenden Zinsmarge konnte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft auf 49,3 Millionen Franken gehalten werden. Auch die Erträge aus Privatbankdienstleistungen, anderen Dienstleistungen, Beteiligungs- und Liegenschaftserträgen nahmen zu. Laut Häcki liegt die Zinsmarge noch bei 1,4 Prozent. «Die Zeiten, als diese 2 Prozent betrug, sind definitiv vorbei», sagte der AEK-Direktor.

Im Gegenzug nahmen die Kosten um 0,7 Millionen Franken zu. Dies vor allem durch die Anstellung neuer Mitarbeiter. «Dies war notwendig zur Stärkung der Kundenberatung und –betreuung sowie um dem Aufwand der neuen Regulation gerecht zu werden», erläuterte Häcki. Neu bietet die AEK 107 Vollzeitstellen an. «Die AEK Bank gehöre mit einem Kosten-Ertrags-Verhältnis von 39,1 Prozent aber weiterhin zu den besten Banken der Schweiz», betonte Häcki.

Eigenmittel weiter erhöht

Der Jahresgewinn von 9,43 Millionen ergibt sich nach Abschreibungen auf dem Anlagevermögen von 6,6 Millionen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verlusten von 11,1 Millionen, einem ausserordentlichen Aufwand von 3 Millionen als Reserve für allgemeine Bankrisiken sowie Steuern von 3,2 Millionen Franken.

Die Wertberichtigungen und Rückstellungen werden laufend angepasst. «Da dies bei der AEK Bank nach dem Vorsichtsprinzip geschieht, kann sie sorgenfrei in die Zukunft blicken», ergänzte Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Zurflüh. Dazu tragen auch die hohen Eigenmittel bei. Nach einer Erhöhung um 11,6 Millionen auf 362,2 Millionen Franken machen diese fast 11 Prozent der Bilanzsumme aus.

Wiederum konnte die AEK Bank im vergangenen Geschäftsjahr 400 verschiedene Projekte mit Spenden, Vergabungen und Sponsorings unterstützen. «Dank der breiten Sponsoringphilosophie können auch kleinere Organisationen profitieren, die ohne das Engagement der AEK Bank kaum Überlebenschancen hätten», meinte Häcki. Die gemeinnützige Ausrichtung sei für die AEK Bank eine wichtige Tätigkeit, um die Dankbarkeit für Treue und Vertrauen an die Kunden zurückzugeben. Über die Gewinnverteilung wird am 14.März die Generalversammlung entscheiden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.02.2015, 17:27 Uhr

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