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Uhrenbranche kämpft gegen Fälschungen

Die Uhrenindustrie trotzt der Krise.

Die Generalversammlung des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) widerspiegelte den Optimismus der Branche. Für das laufende Jahr rechnet FH-Präsident Jean-Daniel Pasche mit einem weiteren Anstieg der Exporte. Nach dem Rekordwachstum 2011 würde dieses Jahr aber wieder «normalere Wachstumszahlen» erreicht, sagte Pasche am Donnerstag in Solothurn. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stiegen die Exporte trotz Frankenstärke um gut 15 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Sorgen bereiten der Branche die Fälscher. In Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden werden jährlich rund eine Million Kopien von Schweizer Uhren beschlagnahmt und zerstört. «Mit diesen Aktionen wollen wir in erster Linie das Vertrauen in die echten Produkte stärken», sagte Pasche, der an der Generalversammlung als Präsident wiedergewählt wurde. Es sei aber ein schwieriges Unterfangen, die Anzahl Kopien zu reduzieren. China sei das problematischste Land, sagte Pasche gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Erfolg dank Kooperation Immerhin wird die Schweizer Uhrenindustrie in ihren Bemühungen von ausländischen Behörden unterstützt. So hätten zum Beispiel in Brasilien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten Kooperationen zum Erfolg geführt. Auch in Asien seien über die FH-Vertretung in Hong Kong und ihren Partnern Operationen durchgeführt worden, welche die Beschlagnahmung von hunderttausenden von Imitaten auslösten, erläuterte Pasche an der Generalversammlung. Besonders rege läuft der Handel mit Uhrenkopien im Internet. Der FH sei gegen 1100 Webseiten vorgegangen, auf denen Fälschungen verkauft werden. Dabei sei es in 35 Prozent der Fälle zur definitiven Schliessung der Webseite gekommen. Für Swissness-Vorlage Pasche freute sich über die Annahme der Swissness-Vorlage im Nationalrat. Seit mehreren Jahren engagiere sich der FH für die Stärkung des Labels Swiss Made. «Wir als Verband unterstützen das Swissness-Projekt», sagte Pasche. Von den rund 500 Mitgliedern wehren sich allerdings gut 20 in der IG Swiss Made dagegen. Bei der Swissness-Vorlage geht es um die Frage, wie viel Schweizerisches in einem Produkt sein muss, damit «Schweiz» darauf stehen darf. Die Annahme der Vorlage, die für alle industriellen Produkte gelten soll, würde dazu führen, dass in Uhren (ohne Armband) ein Schweizer Mindestwertanteil von 60 Prozent enthalten sein müsste. Für die Zukunft sieht Pasche noch Potenzial. Die gute Ausrichtung auf Wachstumsmärkte sowie der Aufschwung der Exporte in die USA könnten tausende von Stellen schaffen, sagte Pasche gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

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