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Telekom Swisscom-Chef: Italienische Fastweb ist wieder voll auf Kurs

Bei der Swisscom ist die italienische Tochtergesellschaft Fastweb über den Berg.

Das einstige Sorgenkind, das der Swisscom in den vergangenen zwei Jahren den Gewinn verhagelt hatte, hat im ersten Semester 2012 trotz weniger Umsatz operativ mehr verdient. Der Umsatz schrumpfte um 2,5 Prozent auf 853 Millionen Euro. Grund dafür sei aber das Handelsgeschäft mit Telefonminuten (Hubbing), das man bewusst reduziert habe. Ohne dieses Geschäft, das kaum Gewinn abwirft, hätte Fastweb den Umsatz ganz leicht um 0,1 Prozent gesteigert, sagte Swisscom-Chef Carsten Schloter in einer Telefonkonferenz. Den Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) konnte der Mailänder Breitbandanbieter dagegen um 1,3 Prozent auf 233 Millionen Euro steigern. Nur noch wenige nichtzahlende Kunden Man habe das Problem mit Privatkunden, die ihre Rechnungen nicht bezahlten, in den Griff bekommen. Heute seien es nur noch zwei bis drei Prozent, sagte Schloter. «Das ist für Italien ein sehr guter Wert.» Zum Vergleich: In der Schweiz sind es laut dem Swisscom-Chef weniger als ein Prozent. Damit stehe die Schweiz aber einzigartig da in Europa. Dennoch sei der Umsatz im Privatkundengeschäft bei Fastweb wegen des harten Wettbewerbs um 5,5 Prozent geschrumpft. Den Rückgang habe Fastweb aber durch 78'000 Neukunden und das Wachstum im Grosskundengeschäft kompensieren können. «Fastweb ist wieder voll auf Kurs», sagte Schloter. Die Sparanstrengungen des italienischen Staates, der wegen der Schuldenkrise die Ausgaben massiv stutzen muss, treffen Fastweb nicht so hart: Die Behörden würden gut 80 Prozent ihrer Telekomdienstleistungen bei Ex-Monopolistin Telecom Italia beziehen. Der Staat könnte noch mehr sparen, wenn er mehr von privaten Telekomanbietern beziehen würde, sagte Schloter: «Das bietet Fastweb noch einiges an Wachstumspotential.»

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