Zum Hauptinhalt springen

Tabak und Mandeln an der Spitze der Importprodukte aus USA

Tabak ist das landwirtschaftliche Produkt der USA, das am meisten in die Schweiz importiert wird.

In der Schweizer Industrie werden besonders getrocknete Tabakblätter nachgefragt. In den USA haben bei den Importen aus der Schweiz isotonische Getränke sowie Käse die Nase vorn. Die Schweiz und seine acht Millionen Einwohner exportieren drei Mal mehr landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel in die USA als sie aus diesem Land mit 320 Millionen Einwohnern importieren. Die jährlichen Exporte in die Vereinigten Staaten beliefen sich auf rund 700 Millionen Franken, sagte Jacques Chavaz, Vizedirektor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) in einem Interview mit dem Wochenblatt «Terre et Nature». Während die Europäer die Felder der Südstaaten bestens kennen würden, von denen Virginia oder Maryland ihre Bekanntheit dem Tabak verdanken, gehe vergessen, dass Kalifornien der weltweit grösste Produzent von Mandeln sei. Gefolgt würden diese beiden Produkte - Tabak und Mandeln - von Wein, sowie pflanzlichen Ölen und Fetten. Jacques Chavaz stellt fest, dass bei den Früchten und Gemüsen grüner Spargel das Vorzeigeprodukt sei. Obwohl ursprünglich ein Schottisches Produkt, nehme der in den USA produzierte Whisky einen wichtigen Platz im Schweizer Markt ein, sagte Chavaz. Red Bull in der Pole Position Umgekehrt gehören laut der Statistik der Zollverwaltung alkoholfreie, sowie energetische und isotonische Getränke wie Red Bull zu den am meisten importierten Schweizer Produkte in die USA. Die Assoziation der Marke mit dem Schweizer F1-Rennstall von Peter Sauber habe vielleicht eine Rolle für die Popularität von Red Bull gespielt. Wenig überraschend zähle Käse zu den bekanntesten Schweizer Produkte in den USA, wobei sich Gruyère und Emmentaler den Markt teilten. «Die Nachfrage ist hoch für Schweizer Käse, aber wir werden durch die Kontingente eingeschränkt», erklärte Chavaz in «Terre et Nature». Die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und den USA beruhten nicht auf einem speziellen Abkommen, präzisierte Chavaz. Ausschlaggebend seien die Regelungen der Welthandelsorganisation (WTO). Gewissen Produkten obliege jedoch keine Kontingentierung oder Handelshemmnisse. Fleisch: Das heikle Produkt Etwas komplizierter sehe es beim Fleischhandel aus. Seit der BSE- Krise halten die USA noch immer nicht ihre Grenze für Trockenfleisch geschlossen. Die Schweiz werde jedoch in der tiefsten Risikokategorie eingestuft, erklärte Jacques Chavaz. Dagegen stelle sich beim US-amerikanischen Steak die Frage nach den Hormonen in der Mast, deren Verwendung in der Schweiz verboten sei und auf allen importierten Produkten deklariert werden müsse. Dies begünstige in keiner Weise den Handel.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch