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stellt Schweizer Privatbanken schlechtes Zeugnis aus

Ein Studie des Beratungsunternehmens KPMG und der Universität St. Gallen hat wenig Schmeichelhaftes für die Schweizer Privatbanken zu Tage gefördert.

Demnach arbeiten rund ein Viertel der analysierten Geldhäuser nicht mehr profitabel. Die grössten Probleme sehen die Studienverfasser unter anderem bei der ungenügenden Eigenkapitalrendite, den anhaltenden Verlusten, der Verschiebung der verwalteten Vermögen hin zu grösseren Banken und der ungenügenden Effizienz. KPMG und die Universität St. Gallen (HSG) haben die Performance von über 100 Schweizer Privatbanken über die Jahre 2006 bis 2011 analysiert. Insbesondere die Eigenkapitalrenditen hätten nicht ein nachhaltiges Niveau erreicht, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. 2011 hätten nur wenige Banken eine Eigenkapitalrendite von mehr als 12 Prozent erreicht. 2006 erzielten die besten Banken einen Wert von über 40 Prozent. Auch mussten rund ein Viertel der untersuchten Finanzinstitute seit 2008 Jahr für Jahr Verluste hinnehmen. Betroffen seien insbesondere kleinere Banken mit weniger als 5 Milliarden Franken verwalteten Vermögen. Die Verluste konnten jedoch bisher aufgrund der komfortablen Eigenkapitalsituation getragen werden. Weiter fiel den Studienverfassern eine Verschiebung der Marktanteile bei den verwalteten Vermögen von den kleinen zu den grossen Banken auf. Zwar seien die verwalteten Vermögen relativ stabil geblieben - sie gingen seit 2006 um 10 Prozent zurück. Allerdings hätten einzelne kleine Geldhäuser deutliche Abflüsse hinnehmen müssen, heisst es weiter. Die kleinen Schweizer Banken seien insgesamt einfach nicht effizient genug. Unter anderem sei es den Instituten nicht gelungen, die Kosten nachhaltig zu reduzieren. Gemäss der Studie sind die operativen Kosten 2011 bei fast gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen auf einem ähnlichen Niveau wie 2007. Dies führt zu einem verschlechterten Kosten-Ertrags-Verhältnis. Trübe Aussichten für kleine Geldhäuser Wie die Studienverfasser von KPMG und HSG weiter festhalten, hat sich die Anzahl der Banken, die vorwiegend im Private Banking tätig sind, von 169 Ende 2008 auf 148 Ende 2012 reduziert. Damit hätten die Änderungen im Bankensektor sich begrenzt auf die Anzahl Privatbanken ausgewirkt. Allerdings hätten in den letzten beiden Jahren die Liquidationen zugenommen. Gleichzeitig gab es fast keine Neugründungen mehr. Aufgrund neuer regulatorischer Veränderungen, Entscheide auf politischer Ebene und dem damit verbundenen Druck auf die Privatbanken müsse man aber annehmen, dass sich die Zahl der Privatbanken in absehbarer Zeit deutlich reduzieren werde, so die wenig verheissungsvollen Aussichten der Studienverfasser.

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