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Staatsanwaltschaft: Gribkowsky soll gegen Ecclestone aussagen

München Nach der Verurteilung des Ex-BayernLB- Vorstands Gerhard Gribkowsky nimmt die Staatsanwaltschaft Bernie Ecclestone ins Visier.

In dem Ermittlungsverfahren gegen den Formel 1-Boss will die Staatsanwaltschaft München demnächst Gribkowsky als Zeugen vernehmen. «Wir brauchen seine Aussage zwingend als Hauptbeweismittel», sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Donnerstag. Das Landgericht München hatte Gribkowsky am Mittwoch wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Der frühere Top-Manager hatte gestanden, von Ecclestone 44 Millionen Dollar Schmiergeld angenommen zu haben. Dafür verkaufte er die Formel-1-Beteiligung der Landesbank an den Ecclestone genehmen Investor CVC - und schanzte dem Chef der Rennserie eine Vermittlungsprovision von 41 Millionen Dollar zu. Ecclestone droht eine Anklage wegen Bestechung. Der Vorsitzende Richter Peter Noll hatte in seiner Urteilsbegründung erklärt, Ecclestone sei die «treibende Kraft» bei dem Schmiergeldgeschäft gewesen. Der Formel 1-Mogul habe Gribkowsky ins Verbrechen geführt. Gribkowskys Geständnis im Prozess ist den Angaben zufolge aus juristischen Gründen für die Staatsanwaltschaft nicht verwertbar. Der Ex-Landesbanker stehe allerdings erst als Zeuge zur Verfügung, wenn das Urteil gegen ihn rechtskräftig geworden ist. Verteidigung und Staatsanwaltschaft prüfen noch, in Revision zu gehen. Dazu haben sie bis kommenden Mittwoch, 24.00 Uhr, Zeit.

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