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Schweizer Ertragsbilanzüberschuss im 1. Quartal gestiegen

Die Schweizer Exportwirtschaft läuft weiterhin rund: Der Ertragsbilanzüberschuss ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 1 Milliarden

auf 19,5 Milliarden Fr. gestiegen. Im Aussenhandel mit Waren und Dienstleistungen waren sowohl die Exporte als auch die Importe praktisch gleich hoch wie vor Jahresfrist, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Freitag in ihrer Zahlungsbilanz mitteilte. Der Einnahmenüberschuss bewegte sich mit 18 Milliarden Fr. in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Im Warenhandel stiegen die Einnahmen aus den Exporten um 1 Prozent, während die Ausgaben für Warenimporte um 1 Prozent sanken. Per saldo nahm der Einnahmenüberschuss um 700 Millionen auf 5,8 Milliarden Fr. zu. Zulegen konnten vor allem die Ausfuhren der Uhren- und der Chemieindustrie. Dagegen sackten die Exporte der Maschinen-, Apparate- und Elektronikindustrie um 12 Prozent ab. Bei den Einfuhren kletterten die Importe von Energieträgern um 13 Prozent und jene von Konsumgütern um 3 Prozent. Dagegen gingen die Importe von Rohstoffen und Halbfabrikaten (-9 Prozent) sowie Investitionsgütern (-4 Prozent) zurück. Dienstleistungen mit weniger Überschuss Weil die Ausgaben stiegen, sank im Dienstleistungshandel der Einnahmenüberschuss um 0,4 Milliarden auf 14,7 Milliarden Franken. Ausschlaggebend für die höheren Ausgaben waren die Gebühren für Nutzung von Lizenzen und Patenten. Auch für Auslandsreisen wurde mehr ausgegeben als vor Jahresfrist. Im Kapitalverkehr ergab sich netto ein Kapitalexport von 4 Milliarden Franken. Das ist massiv weniger als vor einem Jahr (30 Milliarden Franken). Allerdings schwanken diese Werte von Quartal zu Quartal stark. Ausländer kaufen Schweizer Wertpapiere Vor allem bei den Direktinvestitionen schrumpften die Kapitalexporte von 15,1 auf 2,2 Milliarden Franken. Hauptgrund ist, dass die Ausländer wieder 7,3 Milliarden Fr. direkt in der Schweiz investierten. Vor einem Jahr waren noch 4,1 Milliarden Fr. aus der Schweiz abgeflossen. Im Gegensatz zu damals haben Ausländer im Startquartal 2012 kaum Akquisitionen getätigt. Bei den Anlagen in Aktien oder Wertpapieren (Portfolioinvestitionen) resultierte per saldo ein Kapitalimport von 4,1 Milliarden Fr. nach einem Kapitalexport von 9,7 Milliarden Fr. vor einem Jahr. Insbesondere die Schweizer Portfolioinvestitionen im Ausland schmolzen von 10,5 Milliarden auf noch 0,1 Milliarden Franken. Auf der anderen Seite kauften ausländische Investoren wieder mehr Schweizer Wertpapiere: Dafür gaben sie 4,2 Milliarden Fr. aus, nachdem sie vor einem Jahr lediglich 0,8 Milliarden Fr. aufgewendet hatten Die Zahlungsbilanz zeigt die Geldströme auf, die über die Grenzen fliessen. Waren, Dienstleistungen, Kapital- und Arbeitseinkommen sowie unentgeltliche Übertragungen bilden zusammen die Ertragsbilanz. Die Kapitalverkehrsbilanz ist quasi das Gegenstück dazu und zeigt, wie diese Gelder angelegt wurden. Beide Bilanzen zusammen bilden die Zahlungsbilanz.

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