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Schweizer Börse im Plus - Keine Euphorie nach Rücktritt Mubaraks

Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Freitag im Plus.

Nach einem verhaltenen Start machte er im Verlaufe des Nachmittag mehr und mehr Boden gut. Die Verunsicherung über den vorerst ausgebliebenen Rücktritt von Mubarak in Ägypten hielt sich zu Handelsbeginn in Grenzen. Ebensowenig löste dessen kurz vor Börsenschluss bekanntgegebener Rücktritt eine Euphorie aus, zumindest nicht am hiesigen Aktienmarkt. Die fundamentalen Voraussetzungen für die Aktienmärkte seien weiterhin gut, hiess es in Börsenkreisen zur allgemeinen Stimmungslage. Die Daten der US-Handelsbilanz gaben kaum Impulse für den hiesigen Markt, dafür sorgte dann jedoch ein Konsumentenindex, der die Prognosen übertraf, für Auftrieb. Der Swiss Market Index SMI schloss 0,80 Prozent höher bei 6665,22 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 1,2 Prozent. Der breite Swiss Performance Index SPI stieg um 0,79 Prozent auf 5984,07. Grösster Gewinner unter den gewichtigeren Aktientiteln waren jene des Sanitärtechnikkonzerns Geberit ( 2,9 Prozent). Ebenfalls stark notierten der Luxusgüterkonzern Richemont ( 2,3 Prozent) und der Aromenhersteller Givaudan ( 1,3 Prozent). Die Aktien des Biotechunternehmens Actelion ( 0,6 Prozent) zeigten sich ebenfalls mit einer festeren Tendenz, wenn auch hier ein Teil der Gewinne im späteren Handelsverlauf wieder abgegeben wurde. Als Ursache für die Kursavancen wurde im Handel eine gestiegene Nachfrage aus dem Ausland ausgemacht. Am meisten gestützt wurde der Leitindex SMI hingegen von den Schwergewichten Novartis ( 1,3 Prozent) und Roche ( 0,9 Prozent). Die Barclays Bank hat den Pharma- und Diagnostikkonzern Roche zuvor höher eingestuft. Ebenfalls stützend wirkte die Kursbewegung des Nahrungsmittelmultis Nestlé ( 1,0 Prozent). Die Titel hatten vorübergehend etwas unter der Publikation der Ergebnisse des amerikanischen Konkurrenten Kraft Foods gelitten, sich am Nachmittag aber erholt. Analysten wiesen darauf hin, dass Nestlé bedeutend besser diversifiziert sei als Kraft und sich zudem geographisch stärker in den Wachstumsregionen engagieren. Tagesverlierer im SMI waren erneut die Aktien der Grossbank Credit Suisse (-1,2 Prozent). Die Papiere der Grossbank waren am Vortag nach wenig erbaulichen Zahlen unter Druck gekommen und hatten zum Schluss 5,8 Prozent eingebüsst. Heute gab es neue Einschätzungen von Analysten: Sie haben zumeist Rating oder Kursziel gesenkt. CS-Konkurrentin UBS ( 0,1 Prozent) rettete sich im späteren Handel gerade noch in die Gewinnzone. Die Wertpapiere von Julius Bär ( 2,1 Prozent) zeigten sich indes mit deutlichen Aufschlägen.

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