Zum Hauptinhalt springen

Schuldenkrise Draghi bestätigt Einigung zu Griechenland-Hilfe

Brüssel Die internationalen Geldgeber haben sich auf weitere Griechenland-Hilfen verständigt.

Das bestätigte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am frühen Dienstagmorgen in Brüssel nach zwölfstündigen Verhandlungen der Eurogruppe mit den Spitzen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und EZB. «Ich begrüsse sehr die Abmachung der Finanzchefs der Eurozone», sagte Draghi. «Die Vereinbarung wird die Unsicherheit vermindern und das Vertrauen in Europa und Griechenland stärken.» Zur Einigung gehört laut Diplomaten die Freigabe der aufgelaufenen Notkredite von bis zu 44 Milliarden Euro, womöglich aber in mehreren Etappen. Ausserdem soll die Schuldenlast Griechenlands bis zum Jahr 2020 von knapp 180 Prozent auf 124 Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden. Mit der Einigung kann das pleitebedrohte Euro-Land mit der Freigabe weiterer Notkredite rechnen. Seit dem Sommer wartet Athen auf die Auszahlung von 31,5 Milliarden Euro. Zuletzt war diskutiert worden, auch die anderen, noch in diesem Jahr fälligen Hilfszahlungen zu überweisen. Voraussetzung für die Auszahlung war auch eine Einigung der internationalen Geldgeber auf ein Massnahmenpaket, um eine neue Finanzierungslücke zu schliessen. Athen soll zwei Jahre mehr Zeit erhalten, um seine Defizitziele zu erreichen. Dadurch besteht allein bis zum Jahr 2014 ein zusätzlicher Finanzbedarf von rund 14 Milliarden Euro. Bis 2016 summiert er sich auf fast 33 Milliarden. Die Finanzminister der Euroländer waren zum dritten Mal seit Monatsbeginn mit den Spitzen von IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) zusammengekommen, um sich auf weitere Hilfen für Griechenland zu verständigen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch