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Renault-Chef Ghosn bietet seine Nissan-Aktien als Kaution an

Der Automanager, der einst dafür gefeiert wurde, dass er Nissan vor der Pleite gerettet hat, versucht das Gericht zu überzeugen, ihn freizulassen.

Will um seinen Ruf kämpfen: Carlos Ghosn bei einer Rede auf der New York International Auto Show in New York März 2016. (Archiv)
Will um seinen Ruf kämpfen: Carlos Ghosn bei einer Rede auf der New York International Auto Show in New York März 2016. (Archiv)
Mark Lennihan, Keystone

Der in Japan inhaftierte Renault-Chef Carlos Ghosn bietet dem zuständigen Tokioter Gericht Zugeständnisse im Gegenzug für eine Freilassung an. Der Automanager versprach am Sonntag, in Japan zu bleiben, sollte er gegen Kaution auf freien Fuss kommen.

Zudem wolle er sämtliche Auflagen erfüllen, die ihm das Gericht auferlegen würde – unter anderen versprach er, sich täglich bei der Staatsanwaltschaft zu melden und ein elektronisches Überwachungsarmband zu tragen. Zudem will er seine Nissan-Aktien als Sicherheit für seine Kaution anbieten.

Der Ex-Nissan-Chef beteuerte in einer Erklärung abermals seine Unschuld. Er freue sich darauf, seine Reputation im Gerichtssaal zu verteidigen. Ghosns Antwalt geht allerdings davon aus, dass der 64-Jährige bis zum Prozess in Haft bleiben dürfte. Das Verfahren beginne möglicherweise erst in sechs Monaten.

Viel zu niedriges Einkommen deklariert

Ghosn sitzt seit dem 19. November in Japan in Untersuchungshaft. Grund sind Vorwürfe, die seine Rolle als früherer Chef der Renault-Schwestergesellschaft Nissan betreffen. Der Manager soll seine Einkünfte zu niedrig angegeben haben. Zudem warfen die Strafverfolger Ghosn schweren Vertrauensbruch vor.

Einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution hatte das Gericht in der vergangenen Woche bereits abgelehnt. Der Staatsanwaltschaft zufolge drohen Ghosn bis zu 15 Jahre Haft. Er selbst sagt, er sei «unrechtmässig angeklagt».

SDA/nag

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