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Rating-Agentur S&P stuft Türkei als «Hochrisiko» ein

Standard & Poor's stuft die Türkei erneut herab: Von einem «moderat hohen Risiko» zu einem «Hochrisiko»-Land. Erdogan beschuldigt die Agentur der «Türkenfeindlichkeit».

Der Putschversuch Mitte Juli verunsicherte Investoren und Ratingagenturen: Zivilisten posierten auf den Panzern der Putschisten, nachdem diese sich ergeben hatten. (16. Juli 2016)
Der Putschversuch Mitte Juli verunsicherte Investoren und Ratingagenturen: Zivilisten posierten auf den Panzern der Putschisten, nachdem diese sich ergeben hatten. (16. Juli 2016)
EPA, Keystone

Die Rating-Agentur Standard & Poor's bezeichnet die Türkei jetzt als ein «Hochrisiko»-Land. Zuvor waren Anleger vor einem «moderat hohem Risiko» gewarnt worden. Diese Entscheidung teilte S&P am Montag in London mit.

Bei der Risikobeurteilung eines Landes werden Gefahren berücksichtigt, die die Geschäftstätigkeit in dem Land beeinträchtigen können. Diese Gefahren können wirtschaftlicher, institutioneller oder rechtlicher Art sein oder von den Finanzmärkten herrühren.

Erdogan sieht «Türkenfeindlichkeit»

Die Entscheidung dürfte den Konflikt der Ratingagentur mit der türkischen Führung weiter anheizen. S&P hatte nach dem gescheiterten Putsch die Bonitätsnote des Landes um eine Stufe auf «BB» gesenkt und mit einer weiteren Herabstufung gedroht. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sprach damals von einer «politisch motivierten» Entscheidung und von «Türkenfeindlichkeit».

Einschätzungen der Ratingagenturen können Einfluss auf die Konditionen haben, zu denen sich Staaten an den internationalen Finanzmärkten Geld leihen. Je schlechter die Bonität, desto höher ist in der Regel der Zins, der gezahlt werden muss.

SDA/mch

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