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Polnische Baubranche ist der grosse Verlierer der Fussball-EM Kampf um Grossaufträge treibt Firmen in die Insolvenz

München Auf das rauschende Fest der Fussball- Europameisterschaft folgt der Kater: In der polnischen Baubranche hat das Turnier nach Einschätzung des Kreditversicherers Atradius eine regelrechte Insolvenzwelle nach sich gezogen.

«Die Aussicht auf lukrative Grossaufträge verleitet die Unternehmen dazu, zu günstig anzubieten», erklärte Michael Karrenberg, zuständiger Risikochef bei Atradius für Deutschland und Osteuropa, am Mittwoch. Gleichzeitig leisteten die Betriebe hohe Investitionen. Wenn der Auftraggeber dann später als erwartet zahle, kämen besonders kleine und mittlere Unternehmen schnell ins Straucheln. In diesem Jahr sind laut Karrenberg bereits rund 100 polnische Baufirmen zahlungsunfähig geworden, darunter auch der Marktführer PBG. Die durchschnittliche Umsatzrentabilität der auf Infrastruktur spezialisierten Gesellschaften habe im März bei minus 6,2 Prozent gelegen. Neuere Daten sind nicht verfügbar. Im ersten Quartal 2012 hätten mehr als 50 Prozent der Baufirmen rote Zahlen geschrieben, viel mehr als im Jahr zuvor. Für Atradius ist die Baubranche damit der grosse Verlierer der Fussball-EM. Andere Wirtschaftszweige von dem Grossereignis profitieren - an erster Stelle der Tourismus und besonders die Hotels. Auch der Einzelhandel und die werbende Industrie gehörten zu den Gewinnern.

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