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Polen fordert schnell zweites Griechenland-Hilfspaket Schäuble zweifelt nicht an Italien

Die polnische EU-Ratspräsidentschaft hat die Euro- Länder aufgefordert, «so schnell wie möglich» ein zweites Rettungspaket für Griechenland auszuarbeiten.

Die 17 Euro- Finanzminister trafen sich am Montagnachmittag in Brüssel. Sie wollten unter anderem das zweite bis zu 120 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland beraten. Beschlossen werde es aber erst im Herbst, sagten EU-Diplomaten. Mit der Freigabe der 12-Milliarden-Euro-Tranche aus dem aktuellen Hilfsprogramm Anfang Juli sei das «Notwendige für Griechenland auf den Weg gebracht worden», sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bei seiner Ankunft in Brüssel. Nun würden die Minister «zügig, aber ohne Hektik» das neue Programm verhandeln. Wenn es nach Deutschland gegangen wäre, «hätten wir jetzt schon ein neues Programm», sagte Schäuble. Aber es seien noch nicht alle Länder so weit gewesen. Der polnische Finanzminister Jacek Rostowski wird nach Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen nun doch an der Sitzung der Euro- Gruppe teilnehmen. Die polnische EU-Ratspräsidentschaft hatte zuletzt darauf verwiesen, dass dies im Rahmen einer Kohärenz zwischen Euro-Gruppe und den nicht zur Euro-Zone gehörenden EU- Staaten wichtig wäre. Nicht vom Tisch ist Italien als Diskussionsthema der Euro-Gruppe. Die Risikoaufschläge für italienische Schuldtitel waren Ende der vergangenen Woche auf Rekordniveau gestiegen. Italien stehe vor nicht einfachen Haushaltsentscheidungen, erklärte Schäuble vor Beginn der Sitzung der Euro-Gruppe. Aber er habe keine Zweifel daran, dass Italien die richtigen Entscheide treffen werde und sprach von der «üblichen Aufregung vor solchen Sitzungen».

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