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Papierfabrik Biberist und Sozialpartner einigen sich auf Sozialplan

Die Papierfabrik Biberist SO hat sich mit den Gewerkschaften und der Arbeitnehmervertretung auf einen Sozialplan geeinigt.

Dieser gilt für die 134 bereits ausgesprochenen Kündigungen und für allfällige weitere Entlassungen bis Ende 2012. Der Sozialplan sei für alle Beteiligten annehmbar, hielt Sappi Schweiz AG am Montag gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung und den Gewerkschaften Unia und Syna fest. Mitverhandelt haben auch der Arbeitgeberverband der Schweizerischen Papierindustrie (ASPI) sowie der Schweizerische Papier- und Kartonarbeitnehmerverband (SPV). Wer entlassen wird, soll abhängig von Alters- und Dienstjahren eine Abgangsentschädigung von bis zu 60'000 Franken erhalten. Die Sappi Schweiz AG stellt dafür rund 13 Millionen Franken bereit. Ab dem vollendeten 59. Altersjahr gilt ein Frühpensionierungs-Angebot. Für individuelle Härtefälle wird ein Fonds von einer Million Franken eingerichtet. Zudem stehen 200'000 Franken für Weiterbildungen zur Verfügung, wobei ein Mitarbeiter mit maximal 2000 Franken rechnen kann. Weiter soll ein Jobcenter eingerichtet werden. Investor für zwei Produktionslinien gesucht Die traditionelle «Papieri» kündigte bisher 134 Angestellten, die gestrichenes Feinpapier hergestellt hatten. Für zwei weitere Produktionslinien mit rund 340 Mitarbeitenden wird bis Ende Juli ein Investor gesucht. Zwei Private-Equity-Firmen seien noch mit der Sappi-Zentrale in Brüssel im Gespräch, sagte Werksleiter Nicolas Mühlemann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Angestellten in Biberist wollen die Papierfabrik durch eine Umstellung auf Verpackungspapier retten. Die Umstellung ist wegen eines Konkurrenzverbots des südafrikanischen Mutterkonzerns Sappi notwendig. Dieser hatte als Auflage verboten, dass ein Käufer Feinpapier herstellen darf. Sappi begründete die Schliessung mit Überkapazitäten im weltweiten Papiermarkt sowie hohen Rohstoff- und Energiepreisen.

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