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Österreich-Tochter der ZKB mit 7 Millionen Euro Verlust

Zürich Die seit einem Jahr ganz der Zürcher Kantonalbank (ZKB) gehörende österreichische Vermögensverwalterin Privatinvest (PIAG) hat im vergangenen Jahr 7 Millionen

Euro Verlust geschrieben. Etwa die Hälfte davon entstand aus Restrukturierungsmassnahmen und Kosten, die Altlasten des übernommenen Instituts verursacht hatten. Die PIAG musste Schadensersatz wegen Betrugsfällen aus der Vergangenheit bezahlen. Die Bank hatte auch in der Schweiz im vergangenen Jahr immer wieder Negativschlagzeilen geliefert, weil sie dubiose Kunden hatte. Die Justiz beschäftigte sich mit dem Vorwurf der Geldwäscherei und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Ende 2010 wurden die Verfahren gegen Bank und Mitarbeiter eingestellt. ZKB-Chef Martin Scholl glaubt, dass die Tochter nun keine Leichen mehr im Keller habe. Zudem sei die Tochter grundlegend neu ausgerichtet worden, sagte er am Freitag an der ZKB- Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Die PIAG hat Ende des vergangenen Jahres 677 Millionen Euro Kundenvermögen verwaltet, 15 Prozent mehr als Ende 2009. Die Bank habe einen Nettoneugeldzufluss gesehen, obwohl die ZKB aktiv PIAG- Kunden fortgeschickt habe, so Scholl. Ende November bereits hatte die ZKB bekannt gegeben, dass sie der PIAG mit 18 Milliarden Euro aushelfen musste. Das PIAG-Engagement, mit dem die Zürcher in erster Linie EU-Kunden vor allem aus Deutschland und Österreich anwerben wollen, soll in fünf bis sieben Jahren erstmals Gewinn abwerfen.

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