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OC Oerlikon schliesst den Verkauf der Solarsparte ab

Neun Monate nach der Unterschrift unter dem Vertrag hat der Industriekonzern OC Oerlikon den Verkauf der Solarsparte abgeschlossen.

Die japanische Tokyo Electron (TEL) überweist 250 Millionen Franken in bar an OC Oerlikon. «Der Abschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Eckwerten der ursprünglichen Vereinbarung», teilte OC Oerlikon am Dienstag in einem Communiqué mit. In der letzten Woche hatte es Presseberichte gegeben, wonach sich der Verkauf so lange hinziehe, weil die Japaner angesichts der trüberen Lage den Preis drücken wollten. Bei der einstigen Hoffnungsträger-Division von OC Oerlikon war im ersten Halbjahr 2012 der Umsatz von 133 Millionen auf 15 Millionen Fr. eingebrochen. Der Betriebsverlust (EBIT) hatte sich dabei von 12 Millionen auf 64 Millionen Fr. vergrössert. Viele Unternehmen, die Anlagen zur Herstellung von Sonnenkollektoren bauen, stecken in der Krise. Die Bestellungen sinken, seit eine Reihe von Staaten unter Spardruck die Solarstromsubventionen gekürzt haben und die chinesische Konkurrenz mit Tiefpreisen den Markt überschwemmt. Unlängst kündigte das Thuner Unternehmen Meyer Burger den Abbau von weiteren 270 Stellen an. Ängste vor Stellenabbau TEL-Chef Hiroshi Takenaka zeigte sich dennoch überzeugt: «Wir können aufgrund der Überlegenheit bei der Energieerzeugung in Regionen mit überproportionaler Sonneneinstrahlung und des Kostenvorteils zukünftiges Wachstum in der Nachfrage nach Dünnschichtsilizium-Solarmodulen erwarten.» Die Technologie von Oerlikon Solar sei weltweit führend in Bezug auf den Wirkungsgrad und die Produktionskosten. Die Kombination mit den TEL-Verfahren für die Halbleiterproduktion werde es ermöglichen, noch leistungsfähigere Anlagen zu entwickeln. «Mit der Akquisition haben wir die Produktion von Photovoltaikanlagen als Kerngeschäftsfeld und Teil der Wachstumsstrategie von TEL etabliert», äusserte sich Takenaka im Communiqué. Die Ankündigung des Verkaufs hatte in der Schweiz Ängste über einen Arbeitsplatzabbau hierzulande und eine Verlagerung in den Fernen Osten geschürt. Ende Juni beschäftigte Oerlikon Solar am Sitz in Trübbach SG und an acht Standorten noch 614 Mitarbeiter.

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