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Neuvergabe der Mobilfunkfrequenzen: Nur eine Auktion geplant Vergabe soll im ersten Quartal 2012 über die Bühne gehen

Die Frequenzen im Schweizer Mobilfunknetz werden nun doch an einer einzigen Auktion vergeben.

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hält trotz Kritik einzelner Telekomanbieter an diesem Verfahren fest, wie sie am Dienstag bekannt gab. Die Vergabe aller Mobilfunkfrequenzen im Rahmen einer einzigen Auktion sei am vorteilhaftesten, schreibt die ComCom. Es biete allen Interessenten die Chance, eine zukunftstaugliche Frequenzaustattung zu erwerben und führe zu langfristiger Planungssicherheit. Eine gestaffelte Vergabe - wie von einigen Anbietern gefordert - würde die Komplexität erhöhen, schreibt die ComCom. Zudem hätten allfällige Newcomer weniger Chancen in den Markt einzutreten. Überdies, argumentiert die ComCom, hätte eine gestaffelte Auktion die Einführung der neuesten Mobilfunktechnologie verzögert. Mit der Neuverteilung der Frequenzen soll der Wettbewerb gefördert werden. Eine Konzession erhält, wer die vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) festgelegten Voraussetzungen erfüllt. Die Anzahl vergebener Konzessionen ist nicht festgelegt, der Markt soll über die Zuteilung entscheiden. Bisher hatten In&Phone, Orange, Sunrise und Swisscom eine Mobilfunkkonzession inne. Vergabe auf Anfang 2012 geplant Die Ausschreibung der Mobilfunkfrequenzen ist bereits Ende November 2010 eröffnet worden. Die Versteigerung hätte ursprünglich noch vor den Sommerferien über die Bühne gehen sollen. Nun hat die ComCom die Frist für die Bewerbung um Teilnahme an der Auktion bis zum 30. September verlängert. Die Versteigerung selbst soll im ersten Quartal 2012 durchgeführt werden. Die Verzögerung kommt daher, dass die ComCom einzelne Anliegen von interessierten Telekomunternehmen für die Ausschreibung berücksichtigt hat. Unter anderem wird nun die Höhe der einzureichenden Bankgarantie auf 50 Prozent des Mindestangebots der beantragten Frequenzen gesenkt. Zudem wird mit bestimmten Bietbeschränkungen verhindert, dass ein Betreiber mehr als die Hälfte aller für den Netzaufbau wichtigen Duplex-Frequenzen erwerben kann. Für die ComCom besteht aber auch nach der aktuellen Verschiebung kein unmittelbarer Zeitdruck. Neben den freien Konzessionen laufen erst Ende 2013 als erste die GSM-Konzessionen aus. Für die Bundeskasse wird die Vergabe aller Frequenzblöcke zum Mindestpreis nach Berechnungen der Nachrichtenagentur SDA über 600 Millionen Fr. Einnahmen bedeuten.

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