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muss in Libor-Affäre höchste je von FSA verhängte Busse zahlen

Die Beteiligung an den Libor-Manipulationen verhilft der UBS in Grossbritannien zu einem Rekord, auf den sie wohl lieber verzichtet hätte: Die Schweizer Grossbank muss die höchste je von der britischen Finanzmarktaufsicht verhängte Busse bezahlen.

In der Busse von 160 Millionen Pfund (umgerechnet rund 238 Millionen Fr) bereits eingeschlossen ist ein Rabatt von 20 Prozent, wie am Mittwoch aus der Mitteilung der Financial Service Authority (FSA) hervorgeht. Den Rabatt hat die UBS erhalten, weil sie zur Beilegung der Untersuchungen in einen Vergleich eingewilligt hat. Hätte sie den britischen Aufsichtsbehörden noch früher nachgegeben, hätte sie noch weniger zahlen müssen. Da die Finanzmarktaufsichtsbehörden der verschiedenen Ländern zusammengearbeitet haben, decken sich die Vorwürfe der FSA grösstenteils mit jenen der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma). Besonders kreidet die britische Behörde der UBS allerdings an, dass gerade Händler, deren Gewinne von den Libor- und Euribo-Zinssätzen abhängen, die Aufgabe erhielten, die Eingaben zur Berechnung dieser Referenzzinsätze zu tätigen. Diese Kombination von Rollen sei ein grundsätzlicher Mangel in der Organisationsstruktur der UBS gewesen, schreibt die FSA. Zwar wurde dieser Interessenskonflikt mit einer Neuorganisation im Herbst 2009 strukturell behoben. Das habe aber Händler nicht daran gehindert, weiterhin Einfluss auf die Libor-Eingaben der UBS zu nehmen. In ihrer Mitteilung berichtet die FSA zudem davon, dass UBS-Mitarbeiter zur Beeinflussung des Yen-Libors auch Schmiergeld an andere Händler bezahlt haben. Als Hauptgrund für die fehlbaren Handlungen nennt die FSA der Schutz der Bankreputation - mit den falschen Angaben sei verhindert worden, dass Medien allenfalls über die Kreditwürdigkeit des Finanzinstituts zu spekulieren beginnen. Angesichts von mindestens 2000 schriftlichen Aufforderungen von Seiten der Händler, einer nicht quantifizierbaren Zahl von mündlichen Absprachen und Diskussionen in bankinternen Chatforen bezeichnet die FSA das Fehlverhalten der UBS als erheblich und umfassend. Die Behörde hält deshalb fest, dass von 2005 bis 2010 jede Eingabe der UBS zur Berechnung der Referenzzinsätzen beeinflusst hätte sein können.

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