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Moon-Sekte in Südkorea möchte keine Autos mehr mit dem Norden bauen

Seoul In den beiden Korea steht eine der ungewöhnlichsten Kooperationen der Auto-Industrie vor dem Aus.

Die südkoreanische Moon-Sekte will nach dem Tod ihres Gründers Sun Myung Moon ihren Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen mit Nordkorea an den kommunistischen Staat verschenken. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem Insider. Das Joint-Venture namens Pyeonghwa fertigt im Norden als einziger Autobauer des Landes unter anderem Fahrzeuge auf Basis älterer Fiat- Modelle. Die Autos können sich aber in dem verarmten Land ohnehin nur wenige Menschen leisten. Der Sektengründer stammte aus dem heutigen Nordkorea und starb im September im Alter von 92 Jahren. Er hat auch ein weit verzweigtes Geschäftsimperium aufgebaut. Das Joint Venture für die Autoproduktion besteht seit zehn Jahren und hat als eine der wenigen Allianzen die Abkühlung der diplomatischen Beziehungen überlebt, nachdem nordkoreanische Soldaten 2008 einen Touristen aus Südkorea erschossen hatten. Die jetzt geplante Schenkung des 70-Prozent-Anteils an Nordkorea soll Moon in seinem Testament veranlasst haben. Das Pyeonghwa-Werk kann nach eigenen Angaben bis zu 10'000 Autos pro Jahr bauen. Schätzungen über die tatsächliche Jahresproduktion sprechen indes von maximal 2000. Während die meisten Nordkoreaner von einem Auto nur träumen können, zieht die Elite des Landes offenbar edlere Modelle der heimischen Produktion vor: Als Staatsoberhaupt Kim Jong-il Ende vergangenen Jahres starb, wurde sein Leichnam auf einem Lincoln Continental transportiert und von einer Flotte schwarzer Autos der Marke Mercedes-Benz eskortiert.

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