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Lipitor-Konkurrenz trifft Pfizer unerwartet hart

New York Der weltgrösste Pharmakonzern Pfizer bekommt immer deutlicher die zunehmende Konkurrenz für seinen wichtigen Umsatztreiber - den Cholesterinsenker Lipitor - zu spüren.

Vor allem die Markteinführung von Nachahmer-Produkten in Kanada und Spanien drückte den Umsatz mit dem verkaufsstärksten Medikament der Welt nach Angaben vom Dienstag um elf Prozent. In genau einem Jahr droht Pfizer hier noch viel grösseres Ungemach: Dann verfallen die exklusiven Verkaufsrechte auf dem riesigen US-Markt. Vor allem deshalb schluckte Pfizer in diesem Jahr den Konkurrenten Wyeth - die Kosten dieser Übernahme schmälerten im abgelaufenen Quartal denn Gewinn deutlich. Pfizer gab mit der Bilanzvorlage als letzter der grossen US- Pharmakonzerne Auskunft über seinen Geschäftsverlauf. Insgesamt spiegeln die Zahlen den Branchentrend genau wieder: Wie die meisten seiner Konkurrenten enttäuschte Pfizer beim Umsatz, konnte jedoch dank Kostensenkungen unerwartet viel verdienen. Dank des Wyeth-Kaufs schnellte der Umsatz innerhalb eines Jahres zwar um 39 Prozent auf rund 16,2 Mrd. Dollar in die Höhe. Branchenexperten hatten sich jedoch etwa eine halbe Milliarde Dollar mehr versprochen. Pfizer begründete die enttäuschende Entwicklung auch mit einer schwachen Nachfrage in Schwellenländern - obwohl der Weltmarktführer für sein Wachstum vor allem auf diese Märkte setzt. Allein die Umsätze mit Lipitor schmelzen auf 2,53 Mrd. Dollar. Der Gewinn fiel auf 866 Mio. Dollar von 2,88 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Neben der Wyeth-Übernahme war hierfür auch eine Rückstellung von rund 700 Mio. Dollar für eine anhängige Klage bei einer Konzern-Tochter verantwortlich.

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