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Wall Street schliesst mit sattem Plus

Die Hoffnung auf eine baldige Lösung im US-Haushaltsstreit und Entspannung in der Euroschuldenkrise machen den Anlegern neuen Mut.

Gebanntes Beobachten der Kurse: Händler an der New York Stock Exchange. (Archivbild)
Gebanntes Beobachten der Kurse: Händler an der New York Stock Exchange. (Archivbild)
Reuters

Die Hoffnung auf einen Durchbruch im US-Haushaltsstreit hat der Wall Street am Montag zu deutlichen Kursgewinnen verholfen. Investoren setzten darauf, dass sich Demokraten und Republikaner auf eine Anhebung der Schuldengrenze einigen und automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im kommenden Jahr vermeiden.

Viele Experten rechnen andernfalls mit dem Rückfall in eine Rezession. Für Optimismus sorgten auch Zahlen vom Immobilienmarkt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 1,65 Prozent auf 12'795 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um zwei Prozent auf 1386 Zähler.

Der Nasdaq-Index ging mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 2916 Punkten aus dem Handel. Die Vorgaben aus den USA verhalfen auch dem Dax zu einem Gewinn von 2,5 Prozent auf 7124 Zähler.

Anlass für Optimismus in den USA sahen die Anleger vor allem darin, dass sich am Freitag im US-Haushaltsstreit die beiden Konfliktparteien etwas angenähert hatten. Die Republikaner signalisierten nach einem Treffen mit Präsident Barack Obama und dessen Demokraten ihre Bereitschaft zu Gesprächen über höhere Steuern.

SMI im Aufwind

Der SMI, der in der Vorwoche rund drei Prozent nachgegeben und auf dem tiefsten Stand seit Anfang Oktober geschlossen hatte, notierte am späten Nachmittag 1,8 Prozent fester.

Im Laufe der Woche werden zwar zahlreiche Konjunkturdaten aus der Schweiz, der Eurozone und den USA veröffentlicht, Händler erwarteten aber keine stärkere Belebung. Dies vor dem Hintergrund, dass die US-Börsen am Donnerstag wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen bleiben und am Freitag nur ein verkürzter Handel stattfindet. Das Wochenende nach Thanksgiving wird von vielen US-Amerikanern gerne als Gelegenheit genützt, um erste Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Die dabei erzielten Umsätze liefern Hinweise, wie gut das Weihnachtsgeschäft laufen könnte.

Im Aufwind waren vor allem die Aktien der Grossbanken, die in der Vorwoche stark gelitten hatten. Credit Suisse und UBS zogen um jeweils knapp drei Prozent an. GAM Holding rückten gar 5,5 Prozent vor. Eine Kaufempfehlung der UBS verstärkte laut Händlern die Erholungstendenz der Aktie zusätzlich.

Die Versicherungswerte gewannen zwischen ein und zwei Prozent. Eine kräftige Kurszielerhöhung durch HSBC verschaffte den Titeln von Swiss Life ein Kursplus von 2,5 Prozent.

Gefragt waren aber auch Aktien zyklischer Firmen, die zuletzt wegen Konjunktursorgen verschmäht worden waren. Die Anteile von Richemont und Swatch gewannen rund zwei Prozent. ABB, Clariant, Fischer, Geberit und Holcim stiegen zwei bis drei Prozent.

Auch die Papiere der als krisensicher geltenden Pharmafirmen Novartis und Roche sowie des Lebensmittelriesen Nestlé nahmen im Verlauf Fahrt auf.

Transocean stiegen drei Prozent. Der Erdölplattformbetreiber hat über eine Zunahme der Auftrags-Pipeline um 1,1 Milliarden Dollar informiert.

Die Aktien von Arbonia-Forster zogen um vier Prozent an. Die Titel des Bauzulieferers hatten in der Vorwoche nach Bekanntgabe von Details zum geplanten Konzernumbau massiv an Wert verloren.

Deckungskäufe bewirkten laut Händlern bei den Anteilen von Meyer Burger eine Erholung. Der Kurs des Solarzulieferers war am Freitag auf ein Rekordtief gefallen.

Reuters

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