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Touristen und Hausfrauen als Steuerwächter

Vorschläge bitte! Athen muss der Eurogruppe aufzeigen, wie es das Land finanziell voranbringt. Ein Brief sorgt nun für Kopfschütteln – und macht die drängenden Not-Milliarden unwahrscheinlicher.

Zweifel mehren sich, ob sie noch den Überblick über die Finanzlage ihres Landes haben: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras (rechts) und sein Finanzminister Giannis Varoufakis.
Zweifel mehren sich, ob sie noch den Überblick über die Finanzlage ihres Landes haben: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras (rechts) und sein Finanzminister Giannis Varoufakis.
Giannis Kolesidis, Keystone

Die Hoffnung, die Schuldenkrise in Griechenland sei wenigstens für ein paar Monate entschärft, hat sich jäh zerschlagen. Aufgekeimt ist sie vor gut zwei Wochen, nachdem sich die neue griechische Regierung und die 18 übrigen Euroländer darauf verständigt hatten, das bis Ende Februar terminierte griechische Rettungsprogramm um vier Monate zu verlängern. Allerdings wurde damals bereits befürchtet, dass in der griechischen Staatskasse bedrohliche Leere herrschte. Zugleich konnte niemand realistischerweise mit einer baldigen Überweisung der letzten verbliebenen Tranche von 7,2 Milliarden Euro aus dem Rettungsprogramm nach Athen rechnen. Voraussetzung dafür ist laut der Übereinkunft der Eurofinanzminister, dass die griechische Regierung ihre vagen Reformzusagen in konkrete Massnahmen giesst und mit deren Umsetzung beginnt; dafür hat man Athen Zeit bis Ende April eingeräumt.

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