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Schneider-Ammann diskutiert mit Sozialpartnern starken Franken

Am ersten Runden Tisch wurden Forderungen und mögliche Massnahmen dargelegt.

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Sass mit den Sozialpartnern an einen Tisch, um Massnahmen gegen den starken Franken zu diskutieren: Wirtschaftsminister Schneider-Ammann schwingt eine Schweizerfahne in Berlin. (16. Januar 2015)
Sass mit den Sozialpartnern an einen Tisch, um Massnahmen gegen den starken Franken zu diskutieren: Wirtschaftsminister Schneider-Ammann schwingt eine Schweizerfahne in Berlin. (16. Januar 2015)
Keystone

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat die Sozialpartner getroffen, um über den starken Franken zu sprechen. Das Ziel sei eine Auslegeordnung gewesen, sagte Schneider-Ammann nach dem Treffen in Bern. Die Beteiligten hätten die Situation gemeinsam analysiert. Es sei sowohl um kurzfristige Massnahmen als auch um langfristige Strategien zur Verbesserung der Rahmenbedingungen gegangen.

Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) schrieb in einer Mitteilung, die Teilnehmenden teilten die Einschätzung, dass die Schweizer Wirtschaft vor grossen Herausforderungen stehe, und sie hätten die Bedeutung der Sozialpartnerschaft bekräftigt.

SGB fordert Untergrenze

In der Frage, wie Arbeitsplätze gesichert werden könnten, dürften die Meinungen am Runden Tisch allerdings auseinander gegangen sein. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert, dass die Nationalbank wieder einen Euro-Mindestkurs festlegt, und zwar bei 1.20 Franken.

Bereits mit dieser Untergrenze sei der Franken überbewertet gewesen, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Medien. Das Wechselkursproblem sei nur über den Wechselkurs lösen. Es dürfe nicht sein, dass die Wirtschaft deswegen in die Krise gerate.

Kein kurzfristiges Denken

Für den Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse ist wichtig, dass der Währungsschock nicht zu Entscheiden führt, die langfristig schaden, wie Präsident Martin Flügel sagte. Als Beispiele nannte er die Energiepolitik und die Unternehmenssteuerreform.

Von Seiten der Wirtschaft waren in den vergangenen Tagen Forderungen laut geworden, die Energiestrategie auf Eis zu legen und bei der geplanten Unternehmenssteuerreform hohe Steuerausfälle in Kauf zu nehmen.

Geld für die Berufsbildung

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) bekräftigte am Donnerstag die Forderung nach einer konsequenten und sofortigen Reduktion unnötiger Regulierungskosten. Ausserdem fordert er zusätzliche Investitionen von 100 Millionen Franken jährlich in die höhere Berufsbildung.

Dies würde es den Unternehmen erlauben, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sagte SGV-Direktor Ulrich Bigler. Mit gut ausgebildeten Angestellten könnten die Unternehmen ihre Innovationskraft stärken. Am Treffen nahmen auch die Präsidenten von Arbeitgeberverband und Economiesuisse teil. Von Seiten des Bundes waren Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, der WBF-Generalsekretär sowie die Leiter der Direktionen für Arbeit und Wirtschaftspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) anwesend.

(SDA)

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