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Ramschniveau für Eurobonds

Die Eurozone diskutiert seit Wochen über die Einführung von Gemeinschaftsanleihen. Die Ratingagentur Standard & Poor's würde den Eurobonds jedoch keine guten Noten ausstellen.

Keine guten Aussichten: Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank.
Keine guten Aussichten: Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank.
Keystone

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) würde gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten mit dem Rating des am wenigsten kreditwürdigen Mitgliedslandes bewerten. Damit würde die Bewertung Griechenlands, die bei CC (hohe Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls) liegt, für die Eurobonds übernommen.

Dies sagte der Leiter des Länderbereichs Europa bei S&P, Moritz Krämer, auf dem europäischen Forum in Alpbach. Das tiefste Rating werde übernommen, wenn es eine gemeinsame Garantie und keine einzelne Gewährleistung der Mitgliedsländer gebe. «Vielleicht könnte dies auf eine andere Art strukturiert werden», schlug Krämer vor.

Zugleich betonte er, S&P führe derzeit keine Gespräche mit der Europäischen Union. «Es ist nicht unsere Aufgabe, bei der Strukturierung oder Beratung zu helfen.» Krämer sagte weiter, er habe die Idee von Eurobonds so verstanden, dass sie sich an den deutschen Jumbo-Pfandbriefen orientierten. Pfandbriefe gelten als besonders sicher und spielen bei der Refinanzierung der Banken in Europa eine wichtige Rolle.

Deutschland und Frankreich dagegen

Bei den deutschen Jumbo-Pfandbriefen gehen Bundesländer zusammen, um Schuldverschreibungen zu emittieren, wobei sie jeweils für ihren eigenen Anteil die Garantie übernehmen. Innerhalb der Euro-Zone wird seit längerer Zeit über Gemeinschaftsanleihen diskutiert. Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs lehnen Eurobonds zum jetzigen Zeitpunkt ab. Andere Länder wie Italien und Griechenland haben sich dagegen für gemeinsame Anleihen ausgesprochen.

SDA/jak

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