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Ölpreis nach iranischem Lieferstopp auf Rekordhoch

Im Konflikt um sein Atomprogramm hat der Iran seine Drohungen wahr gemacht und erste Erdölexporte nach Europa eingestellt. In Asien ist der Ölpreis in der Folge in die Höhe geschnellt.

Nach dem Stopp iranischer Erdölexporte nach Grossbritannien und Frankreich ist der Ölpreis in Asien mit fast 105 Dollar pro Barrel auf den höchsten Stand seit neun Monaten gestiegen. In Singapur kletterte der Benchmark-Preis zur Mittagszeit um 1.75 auf 104.99 Dollar. Zuvor hatte er mit 105.21 Dollar den höchsten Stand seit Mai erreicht. In London wurde die Sorte Brent 1.52 Dollar höher mit 121.10 Dollar das Barrel gehandelt.

Derweil haben die asiatischen Börsen heute im Plus abgeschlossen. Jüngste Schritte der chinesischen Notenbank zur Belebung der Wirtschaft haben die Börsen in Asien am Montag im Plus eröffnen lassen. Der japanische Nikkei-Index kletterte um 1,4 Prozent auf 9512,28 Punkte.

Der Hongkonger Hang-Seng-Index legte um 1,1 Prozent auf 21'718,60 Zähler zu, während der südkoreanische Kospi-Index 0,4 Prozent hinzugewann und sich bei 2030,84 Punkten einpendelte. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 stieg um ein Prozent auf 4238,30 Zähler. Die chinesische Zentralbank hatte am Wochenende angekündigt, die obligatorische Rücklagenrate von Geldinstituten von 21 auf 20,5 Prozent senken zu wollen.

Rekordhandelsdefizit in Japan

Die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima und ein starker Yen haben der Exportnation Japan im Januar ein Rekordhandelsdefizit von knapp 1,5 Billionen Yen (rund 14 Milliarden Euro) beschert. Wie das Finanzministerium in Tokio am Montag mitteilte, nahmen die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,8 Prozent auf knapp sechs Billionen Yen zu. Die Exporte gingen um 9,3 Prozent auf 4,5 Billionen Yen zurück. Es ist das bislang höchste Defizit in einem einzelnen Monat seit 1979, als die Statistik erstmals erfasst wurde.

Vor allem teure Energieimporte trieben die Importkosten in die Höhe. Als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima sind zurzeit fast alle der 54 japanischen Atomkraftwerke abgeschaltet. Verstärkt wurden die Probleme durch die historische Stärke der japanischen Landeswährung Yen, die die Ausfuhr von in Japan gefertigten Waren verteuerte. 2011 hatte Japan daher zum ersten Mal seit 31 Jahren ein Handelsdefizit verzeichnet.

dapd/jak

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