Zum Hauptinhalt springen

Mit Mao gegen Genmais

In China wächst der Widerstand gegen genmanipulierte Pflanzen. Militärs und Maoisten sehen darin eine militärische Bedrohung und amerikanischen Imperialismus.

Selbstversorgung als Ziel: Verkauf von Maiskolben auf einem Markt in Peking.
Selbstversorgung als Ziel: Verkauf von Maiskolben auf einem Markt in Peking.
Kim Kyung-Hoon, Reuters
Die heimische Produktion deckt den Bedarf nicht mehr: Trocknung von frisch geernteten Maiskolben in einem Dorf in China.
Die heimische Produktion deckt den Bedarf nicht mehr: Trocknung von frisch geernteten Maiskolben in einem Dorf in China.
Reuters
Äusserlich nicht von natürlichem Mais zu unterscheiden: Ein reifer Kolben des genmanipulierten Maises MON 810 des US-Konzerns Monsanto.
Äusserlich nicht von natürlichem Mais zu unterscheiden: Ein reifer Kolben des genmanipulierten Maises MON 810 des US-Konzerns Monsanto.
Sven Kaestner, Keystone
1 / 3

Genmanipulierte Pflanzen werden von den chinesischen Generälen neuerdings als eine militärische Bedrohung angesehen. Der «Economist» zitiert Ausschnitte aus einem Armeevideo: «Amerika mobilisiert seine strategischen Ressourcen, um genmanipulierten Mais zu verbreiten», heisst es darin. «Auf diese Weise soll via Kontrolle über die Nahrungsmittel die Kontrolle über die Welt gesichert werden.» Genmais wird in dieser Lesart eine Falle, in welche die Chinesen gelockt werden sollen. «Das könnte weit schlimmer sein als der Opiumkrieg», heisst es im Video weiter. Im Opiumkrieg haben die Briten 1840 China gezwungen, den Markt für die Droge zu öffnen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.