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Märkte weltweit in Feierlaune

Aufatmen an den Märkten nach dem EU-Gipfel. Schon zu Handelsbeginn hatten verschiedene Börsen stark zugelegt. Der SMI schloss zum Wochenende mit 1,34, der DAX gar mit über 4 Prozent mehr.

Die Schweizer Aktien haben am Freitag stark zugelegt. Die Einigung der Staats- und Regierungschefs der Eurozone, den hoch verschuldeten Staaten Italien und Spanien unter die Arme zu greifen, hat die Anleger in Kauflaune versetzt. Bis Börsenschluss gewann der SMI 1,34 Prozent auf 6066,86 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,92 Prozent auf 902,38 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,47 Prozent auf 5633,27 Zähler.

Bei den Blue Chips standen die Banken weit vorne, nachdem sie am Vortag beträchtlich an Wert eingebüsst hatten. Die Titel der Credit Suisse kletterten um 4,1 Prozent in die Höhe. Aber auch die anderen Bankenwerte im SMI/SLI, die Papiere der UBS ( 2,9 Prozent) und von Julius Bär ( 2,6 Prozent), legten deutlich zu. Die ebenfalls starken Versicherer wurden im SMI/SLI von Swiss Life ( 3,4 Prozent) angeführt, gefolgt von Bâloise ( 2,5 Prozent) und Zurich ( 2,1 Prozent). Swiss Re gewannen mit 1,4 Prozent etwas weniger.

Dow Jones gewinnt deutlich

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Freitag mit deutlichen Kursgewinnen geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 12.880 Punkten.

Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1362 Punkten und damit 2,5 Prozent fester. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 3,0 Prozent und ging mit 2935 Punkten aus dem Handel.

Grosse Sprünge in Frankfurt und Paris

Als Reaktion auf die Beschlüsse des EU-Gipfels in Brüssel haben auch andere europäischen Börsen deutlich im Plus geschlossen. Am Handelsplatz in Frankfurt am Main schloss der deutsche Leitindex Dax bei 6416 Punkten, ein Plus von 4,33 Prozent. Gewinner waren vor allem die europäischen Banken, nachdem die Teilnehmer des EU-Gipfels in der Nacht unter anderem direkte Hilfen für angeschlagene Banken beschlossen hatten.

Die Börse in Paris machte ihren grössten Sprung in diesem Jahr und schloss mit 4,75 Prozent im Plus. Am Londoner Handelsplatz schloss der FTSE-Index mit 1,42 Prozent im Plus. In Madrid schloss die Börse mit plus 5,66 Prozent, in Mailand mit plus 6,59 Prozent. An der New Yorker Wall Street waren angesichts des EU-Gipfels auch der Dow-Jones und der Nasdaq zuvor im Plus in den Handel gestartet. Der Euro lag um 18.00 Uhr bei 1,2670 Dollar.

Gewinner waren aber vor allem die Banken, die von den Gipfelbeschlüssen profitieren könnten. Die Commerzbank legte in Frankfurt am Main 6,20 Prozent zu, die Deutsche Bank 5,91 Prozent. In Frankreich gewannen die Aktien der grossen Geldinstitute sogar teilweise knapp zehn Prozent an Wert. Auch die Bank-Anteilsscheine an anderen europäischen Handelsplätzen verbuchten Gewinne.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der Nacht zu Freitag auf dem EU-Gipfel unter dem Druck von Italien und Spanien Zugeständnisse beim Einsatz der Euro-Rettungsfonds gemacht. Künftig sollen nach Einrichtung einer europäischen Bankenaufsicht nicht nur direkte Bankenhilfen möglich sein, sondern auch ein Aufkauf von Staatsanleihen reformwilliger Mitgliedsländer durch die Rettungsfonds EFSF und ESM. Im Gegenzug stimmten Rom und Madrid einem EU-Wachstumspakt in Höhe von 120 Milliarden Euro zu.

Asiatische Börsen in Schwung

Der Durchbruch beim Brüsseler Gipfel hat auch an den Aktienmärkten in Asien für Erleichterung gesorgt. In Tokio drehte der Nikkei-Index am Freitag nach anfänglichen Verlusten ins Plus und schloss erstmals seit sieben Wochen über der Marke von 9000 Punkten.

Mit 9006 Zählern lag der 225 Werte umfassende Leitindex 1,5 Prozent im Plus. Der breiter gefasste Topix-Index gewann ebenfalls 1,5 Prozent und kam bei Handelsschluss auf 770 Punkte. Auch an den Börsen in Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea stiegen die Kurse. Mit einem Plus von mehr als zwei Prozent zeigte das zentrale Kursbarometer in Hongkong besonders deutlich nach oben.

Von der Einigung der Staats- und Regierungschefs der Eurozone profitierten auch in Asien insbesondere die Titel von Finanzinstituten. Die Anteilsscheine von Nomura Holdings verteuerten sich um 3,9 Prozent, die von Mitsubishi UFJ um 1,6 Prozent und die von Mitsui Financial um gut 0,9 Prozent.

Auch von der Wirtschaftslage stark abhängige Exporttitel waren gefragt: Der Autohersteller Toyota wurde 2,6 Prozent teurer gehandelt, der Aktienkurs des Kameraproduzenten Canon legte 1,8 Prozent zu.

SDA/fko/rub

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