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Karrer wird Profi-Verwaltungsrat

Heinz Karrer gibt die Leitung des Stromkonzerns Axpo auf. Doch sein neuer Job als Präsident der Economiesuisse füllt ihn nur zur Hälfte aus. Jetzt ist klar: Karrer soll Mandate in Verwaltungsräten übernehmen.

Soll für die Economiesuisse nicht bloss Funktionär sein: Heinz Karrer.
Soll für die Economiesuisse nicht bloss Funktionär sein: Heinz Karrer.
Keystone

In Politik und Wirtschaft wundert man sich, dass Heinz Karrer die Leitung des Stromkonzerns Axpo freiwillig aufgibt: als Präsident des Wirtschaftdachverbands Economiesuisse übernimmt er einen Halbtagsjob, der risikobehaftet ist, aber bis dato bescheiden entlöhnt wurde.

Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen jedoch, was Karrers Plan ist: Er wird Profiverwaltungsrat. Damit sichert er sich ab und verschafft sich einen finanziellen Ausgleich. «Heinz Karrer wird gut zur Hälfte Economiesuisse-Präsident und die andere Zeit Profi-Verwaltungsrat sein», sagt Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt, der Mitglied der Findungskommission war.

«Einer von uns»

Laut Rolf Soiron, Mitglied des Vorstandsausschusses, wird von Karrer erwartet, dass er wichtige Mandate annimmt. «Der Präsident von Economiesuisse soll kein Funktionär oder Politiker sein, sondern einer von uns.»

Mit wichtigen Unternehmen im Rücken wird Karrer über eine Hausmacht verfügen und einen starken Verbandspräsidenten geben. Bei Axpo verdiente er letztes Jahr 904'000 Franken. Economiesuisse zahlt ihm rund 300'000 Franken - doppelt so viel wie seinem Vorvorgänger Gerold Bührer.

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