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Ein Milliardär plädiert für mehr Regulierung

Investor George Soros erteilt dem Marktfundamentalismus eine Absage. Gleichzeitig warnt er vor einem zweiten tiefen Absturz der Weltwirtschaft.

Skeptischer Zukunftsblick: George Soros beim Treffen des Internationalen Bankenverbandes in Wien.
Skeptischer Zukunftsblick: George Soros beim Treffen des Internationalen Bankenverbandes in Wien.
Keystone

Der Milliardär und Investor George Soros plädiert für mehr Regulierung. Für den De-facto-Zusammenbruch des Finanzsystems nach der Subprime-Krise sei eine «Superblase» verantwortlich gewesen, die geplatzt sei. Diese Blase sei durch die Verfügbarkeit von Krediten zu lange gespeist worden und habe aus verschiedenen Einzelblasen bestanden, etwa bei den Emerging Markets, sagte der 79-Jährige.

Verantwortlich dafür ist nach Ansicht von Soros den Irrglauben des «Marktfundamentalismus», der von der Selbstregulierung der Märkte und der Tendenz zum Gleichgewicht ausgehe. Ohne Regulierung würden die Märkte aber zu Blasenbildung und Instabilitäten tendieren.

«Double Dip»

Die Krise sei jedoch noch lange nicht vorbei, warnte er am Donnerstag an einer Konferenz des Weltbankenverbands (IIF) in Wien. Indem die Finanzmärkte nun die Regierungen zum Schuldenabbau zwingen, obwohl die Banken und die Wirtschaft noch nicht stark genug dafür sein könnten, drohe ein «Double Dip», also ein zweiter tiefer Absturz der Weltwirtschaft, warnte Soros.

SDA/jak

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