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Düster sieht es vor allem in Italien aus

Um die Wirtschaft der Euroländer steht es schlecht: Paris rutscht in die Rezession, Berlin entgeht knapp dem Abschwung, und Roms BIP schrumpfte zum siebten Mal in Folge. Positive Signale gibt es kaum.

Italien steckt in der längsten Rezession seit Jahrzehnten: Das Wahrzeichen von Rom, das Kolosseum.
Italien steckt in der längsten Rezession seit Jahrzehnten: Das Wahrzeichen von Rom, das Kolosseum.
Keystone

Die Wirtschaft in der Eurozone ist auch Anfang 2013 in der Rezession geblieben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 17-Ländern schrumpfte zwischen Januar und März um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Analysten hatten mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent gerechnet. In den grossen Mitgliedsländern lief die Konjunktur durch die Bank schlechter als erwartet.

Die Wirtschaft in Deutschland wuchs nur um 0,1 Prozent, während das Bruttoinlandsprodukt in Frankreich mit 0,2 Prozent stärker sank als angenommen. Damit rutscht Paris in die Rezession. Das Ausmass ist jedoch nicht mit der im Jahr 2009 zu vergleichen, als die Wirtschaft in Frankreich um 3,1 Prozent geschrumpft war. Die sozialistische Regierung in Paris blieb trotz der Zahlen bei ihrer Erwartung eines minimalen Wachstums von 0,1 Prozent für das gesamte Jahr 2013, wie das Wirtschaftsministerium hervorhob.

In Deutschland lieferten fast ausschliesslich die privaten Haushalte positive Impulse. Nach einem Rückgang Ende 2012 erhöhten sie ihre Konsumausgaben zu Jahresbeginn wieder, berichteten die Statistiker. Auch im Gesamtjahr werde ein deutsches Wachstum massgeblich vom privaten Konsum abhängen, prognostizierte Schulz.

Düster sieht es vor allem in Italien aus: Das Land steckt in der längsten Rezession seit Jahrzehnten. Die Wirtschaftskraft büsste zum Jahresauftakt 0,5 Prozent ein. Die drittgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone schrumpft damit schon seit sieben Quartalen in Folge und damit so lange wie noch nie seit Beginn der Statistik 1970.

Positive Signale gab es kaum: Österreichs Wirtschaft stagnierte zum Jahresauftakt, das BIP in den Niederlanden sank um 0,1 Prozent. Portugals Wirtschaft schrumpfte um 0,3 Prozent, die spanische um 0,5 Prozent zum Vorquartal. Auch der Krisenstaat Griechenland dümpelt weiter im Konjunkturtief. Das BIP sank unbereinigt um 5,3 Prozent zum Vorjahresquartal.

Den stärksten Rückgang von den Ländern, für die Daten vorliegen, verzeichnete der Krisenstaat Zypern mit -1,3 Prozent vor Estland (-1,0 Prozent) und Tschechien (-0,8 Prozent). Die höchste Steigerung gab es in Litauen (+1,3 Prozent), vor Lettland (+1,2 Prozent), Ungarn (+0,7 Prozent), Rumänien (+0,5 Prozent), Grossbritannien und Slowakei (je 0,3 Prozent),

Keine Daten lagen aus Dänemark, Irland, Griechenland, Malta, Luxemburg, Slowenien und Schweden vor.

AFP/wid

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