Zum Hauptinhalt springen

Dürre drückt auf US-Wirtschaftswachstum

Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal um 1,3 Prozent gewachsen – geringer als erwartet. Schuld ist neben den Ernteausfällen auch die Konsumentenstimmung.

Der Wert der Ernteausfälle beläuft sich auf 12 Milliarden Dollar: Von der Dürre geschädigte Maispflanzen in Nebraska. (19. September 2012)
Der Wert der Ernteausfälle beläuft sich auf 12 Milliarden Dollar: Von der Dürre geschädigte Maispflanzen in Nebraska. (19. September 2012)

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt legte nach Angaben des Wirtschaftsministeriums um 1,3 Prozent zu, im Quartal davor waren es noch 2,0 Prozent gewesen.

Erwartet wurden 1,7 Prozent. Unterdessen fiel die Zahl der Amerikaner, die vergangene Woche Arbeitslosenhilfe beantragt haben, im Vergleich zur Vorwoche um 26'000 auf 359'000, den niedrigsten Stand seit neun Wochen. Die saisonal bereinigten Zahlen gab das Arbeitsministerium bekannt.

Konsumenten zurückhaltend

Das abgeschwächte Wirtschaftswachstum sei auf die Dürre im Mittleren Westen, enttäuschende Verbraucherausgaben und eine geringere Zunahme beim Export zurückzuführen, hiess es.

Die Ernteausfälle bezifferte das Ministerium auf 12 Milliarden Dollar. Die schwierige Wirtschaftslage spielt im Endspurt des US-Wahlkampfs eine wichtige Rolle.

Da die wöchentlichen Zahlen der Anträge auf Arbeitslosenhilfe stark schwanken können, beziehen sich viele Analysten oft auf den Vier-Wochen-Durchschnitt. Dieser fiel um 4500 auf 374'000, der erste Rückgang seit sechs Wochen. Ein Wert von unter 375'000 wird als Zeichen dafür gesehen, dass Neueinstellungen zu einem Sinken der Arbeitslosenquote führen können. Diese lag im August bei 8,1 Prozent.

Experten erwarten, dass das Wirtschaftswachstum bis zum Jahresende bei knapp zwei Prozent bleibt. Damit dürfte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt kaum entspannen. Die Notenbank versucht, durch den Ankauf von Anleihen langfristige Kredite zu verbilligen und so den Immobilienmarkt und andere Wirtschaftsfelder zu beleben.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch