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China will weg von den Exporten

Der chinesische Staatspräsident hat am asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgipfel angekündigt, die einheimische Nachfrage anzukurbeln. Er räumte ein, dass die chinesische Wachtsumslokomotive Probleme hat.

Sieht die Weltwirtschaft vor wichtigen Weichenstellungen: Der chinesische Präsdient Hu Jintao. (8. September 2012)
Sieht die Weltwirtschaft vor wichtigen Weichenstellungen: Der chinesische Präsdient Hu Jintao. (8. September 2012)
AFP

Mit der Ankurbelung der heimischen Nachfrage will China ein stetiges und robustes Wachstum gewährleisten. Zugleich solle die Exportabhängigkeit der Wirtschaft verringert werden, sagte Präsident Hu Jintao auf dem Gipfeltreffen der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftskooperation (Apec) in Wladiwostok. Sein russischer Kollege Wladimir Putin sprach sich für eine weitere Belebung des internationalen Handels aus. Auch US-Aussenministerin Hillary Clinton erklärte, die Sicherung einer ausbalancierten und stabilen Wirtschaft sei zu komplex, als dass sie von einzelnen Staaten isoliert bewältigt werden könne.

Asien bleibt der Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums, auch wenn das chinesische Wachstum mit 7,6 Prozent im zweiten Quartal auf den niedrigsten Stand in drei Jahren gefallen ist. China habe Probleme bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, räumte Hu ein. Die Weltwirtschaft stehe vor wichtigen Weichenstellungen. Es müssten grosse Schwierigkeiten überwunden werden, um eine vollständige Erholung und stetiges Wachstum zu erreichen, sagte Hu vor Managern am Rande des Apec-Gipfels.

Asien wird immer wichtiger

Bei dem sogenannten Apec CEO Summit beraten die Teilnehmer zwei Tage lang darüber, wie das Wirtschaftswachstum in der asiatisch-pazifischen Region angekurbelt werden kann.

Am Donnerstag hatten die Apec-Finanzminister nach ihrem Treffen bereits eine Erklärung verabschiedet, in der die wichtige Rolle der Region bei der Belebung des weltweiten Wirtschaftswachstums hervorgehoben wird. Darin betonten die Teilnehmer auch ihre Verpflichtung gegenüber einem offenen Handel und Investitionen. Angesichts der europäischen Schuldenkrise spielt Asien eine immer wichtigere Rolle bei der Ankurbelung der globalen Wirtschaft.

USA und China beanspruchen Führungsrolle

Die Konkurrenz Chinas mit den USA im Pazifikraum verschärft sich derweil. Beide Staaten unterstrichen beim Apec-Wirtschaftsforum ihren Führungsanspruch in der wirtschaftlich aufstrebenden Region. Doch auch Gastgeber Russland will eine dominantere Rolle einnehmen.

Die USA wollten am Ausbau ihres Engagements in der Region festhalten, sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton bei dem Treffen auf der Pazifikinsel Russki. «Ein Grossteil der Geschichte wird im 21. Jahrhundert in Asien geschrieben.»

Weiter sagte Clinton, die USA wollten in der Wachstumsregion zur Schaffung «einer stabilen Ordnung» beitragen. Washington will im Pazifikraum mehr Flagge zeigen, um dem wachsenden Einfluss Pekings zu begegnen. Die Pläne hatten bei Clintons China-Besuch vor Tagen zu Spannungen geführt.

dapd/mw

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