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3800 Arbeitslose mehr

Ende Januar waren in der Schweiz 208'777 Menschen ohne Job – mehr als im Dezember. Die Lage der stellensuchenden Jugendlichen gibt aber Anlass zur Freude.

Kein Anstieg: Die Arbeitslosenquote im Januar 2014 nach Kantonen.
Kein Anstieg: Die Arbeitslosenquote im Januar 2014 nach Kantonen.
Seco
Insgesamt 208'777 Stellensuchende: Vergleichende Grafik.
Insgesamt 208'777 Stellensuchende: Vergleichende Grafik.
Seco
Die Arbeitslosenquote im Januar 2014 nach Kantonen.
Die Arbeitslosenquote im Januar 2014 nach Kantonen.
Seco
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Saisonale Gründe haben die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im Januar leicht ansteigen lassen. Die Quote verharrte wie im Dezember 2013 bei 3,5 Prozent. Verbessert hat sich die Lage der jugendlichen Arbeitslosen. Offen ist, wie sich die Zustimmung zur Zuwanderungsinitiative auswirken wird.

Laut Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), ist es noch zu früh, um seriöse Aussagen über die Auswirkungen der Annahme der Zuwanderungsinitiative zu machen, insbesondere ob Arbeitgeber allenfalls Arbeitsplätze verlagern werden. Der Effekt werde nicht unmittelbar sein. Die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt werde jedoch zunehmen, da die Umsetzung des Entscheids noch unklar sei.

Im Vergleich zum Dezember waren im Januar 2014 rund 3800 Personen mehr bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, wie das Seco. Saisonale Gründe sind laut Zürcher dafür verantwortlich, insbesondere starke Zunahmen im Bau und bei den Personalverleihern.

Wendepunkt erreicht

Der Höhepunkt der Zunahme dürfte damit erreicht sein. Frühestens ab dem Monat März könne mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet werden. Dieser dürfte dann bis im Sommer anhalten.

Diese Einschätzung teilt auch der Genfer Wirtschaftsprofessor Yves Flückiger, der im Februar aus saisonalen Gründen noch mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnet, insbesondere aufgrund der eingeschränkten Aktivitäten im Bausektor im Winter.

Insgesamt waren Ende Januar 153'260 Personen auf Arbeitssuche. Letztmals lag die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Mai 2010 bei über 150'000, die Quote belief sich damals ebenfalls auf 3,5 Prozent. Laut Zürcher haben diese absoluten Zahlen nur eine beschränkte Aussagekraft, da die Beschäftigung in der Schweiz seit 2010 stark zugenommen hat.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

Deutlich verbessert hat sich inzwischen die Lage für die stellensuchenden Jugendlichen. Vor einem Jahr waren 21'200 der 15- bis 24-Jährigen ohne Arbeit, im Januar 2014 waren es noch 20'530. Die Arbeitslosenquote sank damit bei dieser Altersgruppe innert Jahresfrist von 3,8 auf 3,6 Prozent.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit zeigt sich das übliche saisonale Muster, wie Zürcher feststellt. Nach einer starken Zunahme im August habe sie sich inzwischen rasch zurückentwickelt.

Die Struktur des Schweizer Arbeitsmarktes hat sich in den letzten Monaten nicht verändert, wie auch die unterschiedliche Entwicklung in den Regionen zeigt. Die Arbeitslosigkeit variiert weiterhin stark zwischen den Regionen.

Grosse regionale Unterschiede

In der Westschweiz und im Tessin liegt die Arbeitslosenquote mit 5,2 Prozent deutlich über derjenigen in der Deutschschweiz (2,9 Prozent). Unter den Deutschschweizer Kantonen liegt lediglich Basel-Stadt mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent über dem schweizweiten Durchschnitt. Die höchsten Quoten verzeichnen die Kantone Neuenburg (5,8 Prozent) und Genf (5,7 Prozent).

Insgesamt wurden im Januar 208'777 Stellensuchende registriert, das sind knapp 3000 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um gut 7000 Personen. Ihnen standen 12'300 gemeldete offene Stellen gegenüber. Das waren rund 2500 mehr als Ende Dezember.

SDA/ajk

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