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Konjunktur Deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 2,2 Prozent gewachsen Rasantester Boom seit der Wiedervereinigung

Wiesbaden Die deutsche Wirtschaft wächst so rasant wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal um 2,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das war das höchste Quartalswachstum seit Einführung der gesamtdeutschen Statistik nach der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die deutsche Wirtschaft demnach von April bis Juni um 4,1 Prozent. Das Wachstum für das erste Quartal im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres korrigierte das Statistikamt deutlich nach oben, von bisher 0,2 Prozent auf 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die deutsche Wirtschaft von Januar bis März demnach um 2,1 Prozent. Auch das ist eine Korrektur nach oben, ursprünglich waren es hier 1,7 Prozent. Erwartungen übertroffen Das stärkste Wachstum seit Frühjahr 1987 übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich: Sie hatten nur mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet. Der Boom hat mehrere Ursachen: Er wird sowohl traditionell von den Exporten befeuert, aber auch vom privaten Konsum der Deutschen, der über Jahre schwach war. Zudem wirken sich den Statistikern zufolge die Konjunkturprogramme des Staates positiv aus. Die Unternehmen investieren ausserdem wieder mehr. Noch im vergangenen Jahr war Deutschland in der Folge der Finanzkrise in eine schwere Rezession gerutscht. Die Wirtschaft war im vergangenen Jahr um 4,7 Prozent geschrumpft, wie das Statistische Bundesamt nun mitteilte. Sie korrigierte damit die bisherigen Zahlen leicht, die ein Minus von 4,9 Prozent ausgewiesen hatte. Die beispiellosen Schwankungen in der jüngsten Krise führen dazu, dass die Wachstumswerte ungewöhnlich stark korrigiert werden müssen. Die meisten Institute trauen der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von mehr als zwei Prozent zu. Für 2010 wird aber nur noch ein Plus von etwa 1,5 Prozent erwartet, weil die Weltwirtschaft mit dem Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme an Schwung verlieren dürfte.

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