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Kirche bläst Verkauf von Weltbild-Verlag ab

München Die katholische Kirche verkauft den Weltbild-Verlag nun doch nicht.

Die Gesellschafter bringen ihre Anteile stattdessen in eine neue Stiftung ein und verzichten künftig auf eine Gewinnbeteiligung, wie Aufsichtsratschef Peter Beer am Donnerstag mitteilte. Verlagschef Carel Halff zeigte sich erleichtert. «Die Stiftungslösung gibt dem Unternehmen eine gute Stabilität und Perspektive angesichts der Umbruchsituation im Buchmarkt. Das Unternehmen kann nun mit der nötigen langfristigen Perspektive den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen», erklärte er. Weltbild zählt zum grössten Medienversender in der Schweiz. Die 100-prozentige Tochter des Weltbild-Verlags Augsburg operiert seit 1988 von Olten aus und beschäftigt rund 250 Mitarbeitende. Das Mutterhaus in Deutschland ist zur Hälfte an der Kette Hugendubel beteiligt und konkurriert mit der Kette Thalia. Der Weltbild-Verlag ist im Besitz von zwölf deutschen Diözesen, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Die Eigentümer des Medien- und Versandunternehmens, das mit 6400 Mitarbeitern im Jahr 1,6 Milliarden Euro umsetzt, hatten die Freude am Verlag verloren als die Kurie sich an erotischen und kirchenkritischen Angeboten in dessen Programm stiess.

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